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Stimmungsgaranten aus den eigenen Reihen

08.02.2009 | 14:11 Uhr

Bei der Hasselter Carnevals-Gesellschaft herrschte familiäre Atmosphäre. Steckenpferd ist die Bütt.

HASSELT. „Hasselter Platt ist älter als wie der Duden” und Hochdeutsch für die niederrheinische Region ohnehin nur ein Vorschlag, verkündete Christian Stamm am Samstag in der Bütt. Alles andere als platt war hingegen die Stimmung im Billard-Saal von Team Sports. Mehr als 200 Karnevalisten hatten sich dort eingefunden, um auf der Prunksitzung der Hasselter Carnevals Gemeinschaft zu feiern.

Es war Abend der Familien: Prinzessin Katrin III. und ihr Adjutant Hubert Stam machten es vor: Vater und Tochter gaben wie immer ein gutes Bild ab. „Du hast den Karneval im Herzen”, lobte Sitzungspräsidenten Diana Bongard die Tollität und auch sie hatte ihren Papa mitgebracht: Stimmungsgarant Erwin Dersch. In einer grandiosen Bütt erzählte er von der Hochzeitsreise an den FKK (Falzdorfer Karnevals Komitee)-Strand und wie er seine Frau in der Zeitung unter der Rubrik „umsonst” fand.

Ein Glück, dass seine echte Gattin Petra ihm in nichts nach stand und in einem ebenfalls guten Programm konterte. „Verheiratete leben nicht länger, das kommt ihnen nur so vor”.

Mariechen alias Maria Verweyen stimmte in das Klagelied über misslungene Hochzeitsnächte ein. Dabei hatte sie sich doch extra einen Panzer bei Mönks und Scheer gekauft.

Vielleicht hätte sie sich an Eheberater Burkhard Guitrooy alias Doktor Sascha Bleibtreu und Autor der Ratgeber-Bücher „Aufzucht und Pflege” oder „Heiraten Kamele auch?”, wenden sollen. Er schoss mit seinen gekonnten Spitzen so manchen im Saal ab.

Von den Leiden der Ehe lenkten Vereinswirt Frank Reintjes und seine Frau Eva ab. Sie bescherten der HCG passend zur Sitzung ein neues Vereinsmitglied: Die kleine Emma. Wer weiß, ob sie in ein paar Jahren schon bei den Teenies mittanzt.

Die begeisterten am Samstag in exotischen Kostümen zu afrikanischen Rhythmen. Nur eine Truppe aus dem Tanz-Kader. Virgins und Girlies schwangen ebenfalls die Beine. Und wer etwas in die Jahre kommt, der tanzt nicht mehr, sondern singt bei den Gipfelstürmern und nimmt schon mal Moorbäder, um sich an die feuchte Erde zu gewöhnen.

„Wir sind stolz, dass all unsere Akteure aus den eigenen Reihen kommen”, sagt Spielleiter Georg Frücht. Qualifizierte Büttenredner, flotte Tänzer - da muss keiner eingekauft werden.

Stefanie Männchen

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