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Kriminalität

Stadtwerke warnen vor Trickbetrug

02.08.2012 | 18:32 Uhr
Stadtwerke warnen vor Trickbetrug
An der Haustür gilt: Bei fremden Besuch von Außendienstmitarbeitern Dienstausweis zeigen lassen.

Goch.   Vermeintliche Mitarbeiter werben in Goch für Rabattaktion.Vermeintliche Mitarbeiter werben in Goch für Rabattaktion.

Wenn es dieser Tage unangekündigt an der Haustür klingelt, ist Vorsicht geboten: Täglich gehen zurzeit bei den Stadtwerken Goch eine Handvoll Beschwerden über zwei Männer ein, die sich als Mitarbeiter der Stadtwerke ausgeben und für eine vermeintliche Rabattaktion werben.

„Diese Leute kommen nicht von uns“, warnt Stadtwerkesprecher Torsten Matenaers: „Wir gehen nicht unangekündigt von Tür zu Tür. Haustürgeschäfte gibt es bei uns überhaupt nicht.“ Und wenn Außendienstmitarbeiter zu den Kunden nach Hause kommen, etwa zum Auswechseln der Zähler, können sie ihre Zugehörigkeit zum Unternehmen durch einen Mitarbeiterausweis belegen.

14 Tage Widerspruchsrecht

Sollte jemand den Betrügern auf den Leim gegangen sein und einen Vertrag unterschrieben haben, rät Matenaers den Kunden von ihrem 14-tägigen Widerspruchsrecht Gebrauch zu machen. „Außerdem sollten sich die Leute an die Polizei wenden“, ergänzt er. Denn trotz der vielen Beschwerden bei den Stadtwerken ist bei der Polizei bisher noch keine Anzeige eingegangen, wie Sprecher Bernd van Lier auf Anfrage mitteilte. Er rät: „Wenn es an der Tür schellt, schauen Sie vorher durch den Spion oder öffnen Sie nur mit vorgelegtem Sperrriegel. Wer sich unsicher fühlt, kann bei den Stadtwerken oder der Polizei anrufen. Oder man bittet darum, dass die Verkäufer später noch einmal wiederkommen, wenn man sich eine Vertrauensperson dazugeholt hat.“ Sind die angeblichen Mitarbeiter einmal im Haus, sollte man sie zudem nie aus den Augen lassen. „Mal gibt es die Variante, dass einer alleine den Hausbesitzer darum bittet, den Wasserstand abzulesen und währenddessen bedient er sich. Mal kommen die Betrüger zu zweit. Dann ist einer für das Ablenkungsmanöver zuständig, während der andere durchs Haus spaziert“, so van Lier.

Neue Zielgruppe

In der Regel handelt es sich bei den Betroffenen um Senioren. Im aktuellen Gocher Fall lassen die Anrufe, die im Kundencenter der Stadtwerke eingehen, allerdings auf eine andere Masche schließen. „Es fällt auf, dass sich die Männer gezielt Menschen aus sozial schwächeren Schichten oder Leute mit Migrationshintergrund aussuchen, da sie wohl davon ausgehen, dass gerade diese Leute die Dinge nicht sofort durchschauen“, so Matenaers. Bei Fragen stehen die Mitarbeiter der Stadtwerke den Kunden im Servicecenter zur Verfügung unter 02823/9 31 00.

Christine Holthoff

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