Spaß am Probieren

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Kleve..  Den Probenraum darf man guten Gewissens als beengt bezeichnen. Ein Kellerraum, kaum zwei Meter hoch, ebenso breit wie lang, die Wände mit Teppichen behängt: Hier treffen sich die sieben Jungs der „Klangfabrik Allstars“ alle zwei Wochen montags. Viele Worte verlieren sie nicht. Ihnen geht es um die Musik, also stöpseln sie rasch ihre Instrumente an die Elektronik an und legen los. „Wir haben Spaß am Probieren, Improvisieren, Spielen“, sagt Schlagzeuger Michael Dickhoff. Das glaubt man ihnen aufs Wort.

Unverkrampfte Musik

Entstanden ist die Band, als der Kleinkunstverein Cinque Klever Kulturschaffende vor Jahren ins Spiegelzelt einlud, um dort etwas zu präsentieren. Auch die Klangfabrik stand auf der Gästeliste, und spontan fanden sich sieben Mitglieder zu einer Band zusammen. „Nach fünf Proben hatten wir unser erstes Programm von 30 bis 40 Minuten zusammen“, erinnert sich Dickhoff. Man kannte sich, schätzte sich und harmonierte gut miteinander – für Leute, die Musik machen, nicht ganz unwichtig. „Wir haben dann den bescheidensten Namen für die Band ausgesucht, den es zu vergeben gab“, lacht Gitarrist Helmut Baum-Bass: Klangfabrik Allstars.

Die meisten spielen nebenher auch in anderen Bands, aber für alle ist das Musikmachen ein Hobby. Ein wichtiges Hobby. „Jeder schlägt ein Stück vor, dann probieren wir, und wenn es uns gefällt, kommt es ins Programm“, erläutert Saxophonist Thomas Willemsen. Manchmal verändern sie Tonarten und Rhythmus, die Rock-Nummer wird zur Polka oder der unverwüstliche Evergreen „Summertime“ zum Reggae. Einer fängt an zu experimentieren, die anderen steigen ein – so funktioniert das.

Öfter gab es Auftritte, nur zuletzt mussten sie länger pausieren. Ein neuer Gitarrist musste sich in die Band einfinden. Jetzt bestehen die Klangfabrik Allstars neben Baum-Bass, Willemsen und Dickhoff aus dem Keyboarder Hajo Groenewald, dem Gitarristen Jörg Hopmans, dem Sänger und Saxophonisten Albert Krümmel und dem Sänger und Gitarristen Berthold Päschke. Die sieben Herren haben eigentlich nur einen Wunsch: Eine Sängerin wäre toll für den Sound. Geprobt wird montags von sieben bis neun Uhr abends. Danach ist Schluss. Denn über dem Probenkeller liegt eine Wohnung, die fröhlich mitwummert – nur muss das schulpflichtige Kind darin rechtzeitig ins Bett.

Der Hut geht rum

Am Samstag, 17. Januar, sind die „Klangfabrik Allstars“ ab 21 Uhr im Gasthaus Früh in der Klever Gasthausstraße 5 zu hören. Sie bringen Songs von CCR, Clapton, Santana, Beatles, Rolling Stones, Animals, J. J. Cale und diverse Improvisationen aus unterschiedlichen Stilrichtungen. Der Eintritt ist frei. Für freiwillige Spenden geht der Hut herum.