Slalom um orangefarbene Hütchen

Kreis Kleve / Weeze..  1 Stunde und 50 Minuten für die 3500 Meter Slalom, das zählte zu den schnellsten Zeiten beim Autoparcours, immer um die Hütchen herum am Wochenende auf dem Gelände des Flughafens Weeze. Die Route von Rennleiter Jürgen Bierhoff sieht bereits bei 50 Stundenkilometern rasant aus, als er um die orangefarbenen Pylone lenkte, an der Schikane bremste und weiter auf 1700 Metern zum Ziel kurvte. Die 110 Teilnehmer aus ganz Deutschland beim 32. Mülheimer ADAC-Slalom waren aber dann schneller unterwegs. Zwei Runden pro Lauf. Geschicklichkeit war gefragt, denn für jedes umgeworfene Hütchen gab es drei Strafsekunden.

„Unsere Veranstaltung hat einen guten Ruf und ist überall anerkannt. Dafür spricht auch die hohe Teilnehmerzahl. Für die Deutsche Meisterschaft ist unsere Veranstaltung beispielsweise eine von acht, auf der Punkte gesammelt werden“, erklärte Rennleiter Bierhoff, der seit der ersten Veranstaltung dabei ist. Der ADAC Slalom begann damals im Mülheimer Industriegebiet, seit elf Jahren findet er in Weeze statt.

Sicherheit geht vor. „Darf ich in kurzer Hose fahren?“, fragte ein Fahrer den Rennleiter. Nein. Körperbedeckende Kleidung und Sicherheitshelm sind vorgeschrieben, auch bei Hitze. Kalte Getränke und nasse Handtücher waren sehr gefragt.

Gestartet wird in verschiedenen Kategorien, verschiedenen Hubraumklassen, um diverse Titel und Pokale.

Motorensound, Fachsimpeln, der Blick unter die Haube – das alles gehört dazu.

Aus der Region standen unter anderen Clemens Berendonk aus Kalkar, Martin Becker aus Rees, Abdullah Kuzu aus Isselburg auf der Starterliste. Jürgen Plumm, , amtierender Deutscher Team-Slalom-Meister der F8-Gruppe, wechselte wegen der Hitze schnell noch mal die Slicks: „Die weichen Reifen werden zu heiß bei diesem Wetter und haben dann keinen Grip“.