Sie sind Helden im Alltag
20.06.2007 | 08:35 Uhr 2007-06-20T08:35:39+0200AKTION. RWE und NRZ suchten engagierte Ehrenamtler. Die Resonanz war sehr positiv. Gestern wurden die Sieger im historischen Ratssaal in Goch ausgezeichnet.
KREIS KLEVE. Sie arbeiten im Stillen. Sind da, wenn sie gebraucht werden. Sie engagieren sich im sozialen und kulturellen Bereich, in Vereinen und Verbänden. Sie reden nicht, sie handeln. Und sind damit Helden des Alltags. Gestern standen zehn von ihnen im historischen Ratssaal Goch im Mittelpunkt. Sie hatten sich - wie es nun einmal ihre Art ist - bei der gemeinsamen Aktion von RWE und NRZ nicht selbst gemeldet, sondern waren vorgeschlagen worden. Von denjenigen, die derartige Ehrenämter zu schätzen wissen. Nachdem eine Jury aus Bürgermeistern eine Vorauswahl getroffen hatte, gaben NRZ-Leser ihr Votum ab. Das fiel eindeutig aus: Die ersten drei Plätze belegten Heinz-Peter Tebest aus Kevelaer, Willi Kersjes und Rudi Plage aus Bedburg-Hau sowie Paula Bos aus Schenkenschanz.
"Jeder von Ihnen ist auf seine Art ein Held", lobte Gochs stellvertretende Bürgermeisterin Bettina Trenckmann. Ehrenamtler würden nicht an ihr eigenes, sondern an das Gemeinwohl denken und sich gezielt für andere einsetzen, fuhr Trenckmann fort.
Das sei auch für die RWE Motivation für diese Aktion gewesen, betonte Achim Südmeier vom RWE-Vertriebsvorstand: "Das Ehrenamt ist etwas sehr Wichtiges, was oft völlig unterschätzt wird. Gerade im ländlichen Bereich geht ohne Ehrenamt nichts." Derartiges Engagement halte die Gesellschaft zusammen und werde selbst von der Politik oft unterschätzt. Unter dem Aspekt, dass es immer schwieriger sei, Menschen zu finden, die sich für andere engagieren, sei die Idee der Aktion "Helden im Alltag" entstanden. Die Resonanz sei erstaunlich positiv gewesen, attestierte Südmeier.
"Ohne Menschen wie Euch wäre unsere Gesellschaft ärmer", lobte Peter Driessen, Bürgermeister aus Bedburg-Hau die Preisträger aus seiner Gemeinde. Heinz-Peter Tebest und sein Technikteam hätten seit 1997 insgesamt 15 000 Arbeitsstunden in das Freibad Kevelaer investiert. Ohne sie gebe es das Bad nicht, so Bürgermeister Dr. Axel Stibi.DIE PREISTRÄGER Das Preisgeld von 3000 Euro ging an Heinz-Peter Tebest und sein Technikteam des Bädervereins Kevelaer. 2000 Euro bekamen Willi Kersjes und Rudi Plage aus Bedburg-Hau, über 1000 Euro freute sich Paula Bos vom Spielmannszug Schenkenschanz. Bilder: www.nrz.de/kleve
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