Sie lassen sich nicht einschüchtern
30.09.2009 | 00:05 Uhr 2009-09-30T00:05:00+0200Kleve. Unübersehbar, direkt auf der Startseite im Internet für eine Gesamtschule in Kleve, machen die Mitglieder der Gründungsinitiative, klar: „Noch 334 Tage bis zum Schulbeginn 2010 und dem Start der Gesamtschule im Nordkreis Kleve.”
Einschüchtern lassen sie sich nicht. Nicht von Politikern oder sonst wem: Das wurde am Montagabend im Klever Kolpinghaus deutlich. „Bürgermeister Brauer und Steins sind keine Befürworter. Wir bekommen jede Menge Gegenwind”, hieß es von Martin Hiller, Sprecher der Initiative. Während sein Team und er die Fragen der fast 100 erschienenen Eltern beantwortete, waren Diana Johanns-ter Meer und Josef Berg auf „Stimmenfang”. Eine Sache, die Michael Schuck und Martin Müller, die die Gesamtschule Mittelkreis Goch mit begleiteten, nur zu Genüge kennen. „Aus dem Klever Stadtgebiet müssen sie112 Interessenbekundungen haben. Allesamt für Kinder, die zurzeit das 4. Schuljahr besuchen. Dann sind sie einen Riesenschritt weiter”, erklärte Michael Schuck.
Nur aus Kleve, was ist mit den Kindern, die aus den Gemeinden wie Bedburg-Hau, Kalkar oder Kranenburg kommen, wollte eine Elterngruppe wissen. Diese sind wichtig, spielen aber beim ersten Schritt für die Verwaltung keine Rolle. „Obwohl diese Bekundungen, wenn sie nicht aus Kleve oder von Eltern der zweiten und dritten Klassen kommen, deutlich machen sollen, dass sie die Initiative auf Dauer für eine gute und richtige halten”, so Hiller.
Eine gute Grundlage
Vom Prozedere werde die Klever Verwaltung dann die Interessenbekundungen überprüfen, wusste Martin Müller: „Es werden ihnen viele Knüppel zwischen die Beine geworfen. Sie müssen das Verfahren der Stadt besonders begleiten und beobachten.” Fast 120 Interessensbekundungen, davon 30 von Nicht-Klevern, seien bereits zusammen gekommen, erklärte am Ende des Abends stolz Josef Berg. Eine gute Grundlage, waren sich alle einig. Jetzt geht man in die Offensive. Ganz gezielt wird Werbung für eine neue Gesamtschule in den Klever Grundschulen betrieben. Wenngleich es zu Problemen mit der jeweilige Schulleitung bei der Ausübung des Hausrechts kommen könnte, vermuteten einige Eltern.
Für diesen Fall werde man auf öffentlichem Boden für die neue Schule Werbung machen. Auch wenn die Gründung der Gesamtschule Goch sich über drei Jahre hinzog, ist sich Martin Müller sicher, dass die Klever es bis Weihnachten schaffen könnten: „Sie haben den Vorteil, dass die Schullandschaft in Bewegung ist.”
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