Segelflieger auf Kurs - trotz Niederlage
26.07.2010 | 17:18 Uhr 2010-07-26T17:18:00+0200
Kalkar.„Wir haben nicht gejammert, nicht geklagt. Aber trotz der Niederlage im Rat verfolgen wir unser Projekt eines Segelflugplatzes in Bylerward weiter“, sagte gestern der Vorsitzende des Aero Club Wissel, Gerd Plorin, im NRZ-Gespräch.
Über die Entscheidung weiterzumachen, habe er bereits „die wesentlichen Fraktionsvorsitzenden im Kalkarer Rat informiert“.
Apropos knappe Niederlage: Dass 17 Ratsmitglieder mit Nein, aber 16 für das Projekt Segelfluggelände Bylerward gestimmt hätten, habe ihn sogar ermutigt. „Ich weiß auch die große Mehrheit meiner Vereinsmitglieder hinter mir“, ist sich Plorin sicher.
Wie genau er jetzt vorgehen werde, wollte er nicht verraten. Nur so viel: „Wir lassen das Antragsverfahren, das man übrigens jedes halbe Jahr neu auf den Weg geben kann, auch unmittelbar vor Wahlen, weiterlaufen“, stellte er klar.
Dass man in Kalkar auf unbestimmte Zeit gegen das Vorhaben sei, glaube er nicht. „Langfristig kann man sich gegen Vernunft nicht durchsetzen.“ Damit zielt der Segelflieger wohl auf die Bürgerinitiative gegen das Segelfluggelände ab. Plorin: „Da sitzen im Vorstand 300 Jahre CDU. Und die üben gewaltig Druck aus.“
Plorin betonte noch einmal ausdrücklich, dass er auch die Kritiker des geplanten Segelfluggeländes mit sachlichen Argumenten überzeugt haben müsste. Dennoch sei weiter dagegen gearbeitet worden.
Der Rat hatte in der Sitzung am 26. Mai mit knapper Mehrheit das Projekt abgelehnt. Hintergrund: Die Segelflieger aus Emmerich und Wissel wollen gemeinsam nach Bylerward umsiedeln. Die (geheime) Abstimmung stellte die CDU vor eine Zerreißprobe. Während Grüne, FBK und zig CDUler gegen das Segelfluggelände stimmten, votierten FDP und SPD dafür.
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