See-Sauna, Lodges, Dünen-Türme

Der Wisseler See könnte sich zu einer Erlebnis-Landschaft entwickeln, meint ein vom Kieswerk Putman beauftragtes Beratungsbüro.
Der Wisseler See könnte sich zu einer Erlebnis-Landschaft entwickeln, meint ein vom Kieswerk Putman beauftragtes Beratungsbüro.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Beratungsbüro legte im Kalkarer Bauausschuss Entwicklungsvorschläge für den Wisseler See vor. Promenade geplant. Bürgerversammlung bis Ostern

Kalkar-Wissel..  Der Wisseler See könnte sich in den nächsten 15 Jahren zu einer touristischen Erlebnis-Landschaft entwickeln – unter anderem mit einer Promenade von Wissel zum Seeufer im Naturbad-Bereich, einer See-Gastronomie, in Richtung Wunderland mit einer anspruchsvollen See-Sauna und verschiedenen Formen des Wohnens am Wasser. So jedenfalls stellt sich das Beratungsbüro Gasse/Schumacher/Schramm aus Bremen, beauftragt und bezahlt vom Kieswerk Putman, die Entwicklung des Wisseler Sees vor. „Nur ein Leuchtturm-Projekt, etwa ein Fünf-Sterne-Hotel oder ein Center Park, würde nicht in die Landschaft passen. Hier muss es einen dynamischen Prozess geben“, sagte Landschaftsarchitekt Sebastian Tischendorf bei der Vorstellung des Gutachtens im Bauausschuss.

Seit einem Jahr hatte das Büro, das bundesweit Ferienparks berät, die Situation vor Ort analysiert, in einem Workshop Gespräche, u.a. mit dem Segelverein, geführt. Auch mit Wunderland-Geschäftsführer Han Groot Obbink. „Denn das Wunderland hat ein ernsthaftes Interesse daran, dass der See über die bisher genehmigten Flächen direkt ans Freizeitgelände heran reicht“, sagte Tischendorf.

Wasser bis ans Wunderland

Auch so schon wird sich die Wasserfläche von heute 36 Hektar in den nächsten Jahren verdreifachen, wenn der geplante Durchstich an der Mühlenstraße erfolgt – und der See dann auch für Freizeit-Aktivitäten wie Segel-Regatten immer interessanter wird, hieß es.

Es gelte, die vorhandenen Potentiale wie Kultur- und Industrie-Landschaft (Kieswerk), Freizeit, Natur inklusive Seen in Bausteinen miteinander in Verbindung zu bringen. „Diese Spannung muss man fördern“, betonte der Planer. Heute sei die Wasserfläche nicht erlebbar, das müsse geändert werden. Bis Ostern soll es eine Bürgerversammlung geben.

Wohnen in der Natur, sprich neue Wohnformen auch direkt am Wasser, sieht das Beratungsbüro neben dem Freizeitbereich als großes Potential für den See. So sind Bootshäuser da geplant, wo künftig von Wissel kommend die Mühlenstraße am Wasser enden soll. „Fischerhütten“ sind am See ebenso vorgesehen wie kleine Lodges für Familien mit Kindern.

Rundweg durch Obstplantage

Während die Umsetzung noch Jahre auf sich warten lassen dürften, könnten ein Rundweg um den See und der Durchstich schon bald realisiert werden – ebenso zwei „Dünen-Türme“, von denen das Naturschutzgebiet, aber auch der See optisch erlebbar gemacht würde. Das Gleiche wäre in Flußnähe vorstellbar, um den Rhein sehen zu können. „Der Rundweg könnte zudem durch die Obstplantagen und entlang des Kiesförderbandes verlaufen“, so der Planer.

Der auch von der Möglichkeit einer Wasserski-Anlage sprach, „die man aber nicht in Eigenregie betreiben sollte“. Das wäre eher eine Sache fürs Wunderland, weil das solche Investition stemmen könnte. Eine Taucherbasis, vielleicht eine „Fähr“-Verbindung da, wo heute noch die Mühlenstraße existiert: Ideen gibt’s noch viele.

Auch für die bauliche Infrastruktur auf dem Geländes des Campingplatzes. Die Gebäude sollten künftig als Standort für Einzelhandel wie Angler- und Surfer-Shops genutzt werden, auch für Radler-Geschäfte. Der Bereich sollte langfristig die Anlaufstelle für Gäste des Wisseler Sees werden, hieß es.