Schon am 10. Juni erste Ergebnisse

Kalkar..  Einige Reaktionen gibt es auf die Nachricht, dass die Stadt Kalkar überlegt, das städtische Jugendheim und das evangelische KOT-Jugendhaus an der Adresse Birkenallee mit zwei getrennten Türen zusammen zu legen (die NRZ berichtete). Allein Joachim Meiburg ist äußerst zurückhaltend, als er um eine Einschätzung gebeten wird. „Ich will dazu gar nichts sagen“, erklärte der Leiter der städtischen Einrichtung. „Die Verwaltung hat die Sache geprüft mit dem Ergebnis, dass am vernünftigsten scheint, das evangelische Jugendhaus an der Birkenallee zu erweitern“, erklärte Abteilungsleiter Andreas Stechling.

Praktisch finde die Verwaltung, dass der Eigentümer der bisher von der evangelischen Gemeinde genutzten Immobilie Architekt ist und sich vorstellen könnte, den Anbau selbst zu übernehmen und das Gebäude später an die Stadt zu verpachten. Das derzeitige Jugendheim-Angebot im Keller der Realschule genügt den Ansprüchen längst nicht mehr. Es galt zwar als „innerstädtisch“ ist es hinten am Bollwerk aber nicht wirklich. Die Adresse Birkenallee 1 liegt in Altkalkar und nicht innerstädtisch, aber mitten im Wohnbereich. Bekanntlich wohnen in Altkalkar deutlich mehr Menschen als im historischen Ortskern. Denkbar, dass die Zurückhaltung Meiburgs mit diesem Ortswechsel zu tun hat. Kalkars Kommunalpolitiker jedenfalls versichern, sie wollen mit dem Umbau keine Einschränkung für die Kinder und Jugendlichen verbinden. Die Leiterin des evangelischen Jugendhauses, Ilona Kania, hat jedenfalls keine Bedenken. Ebenso hatte schon zu Jahresbeginn Pfarrer Thomas Hagen betont, man wolle eine gemeinsame Lösung.

Im Ausschuss hatte Stechling berichtet, die Mitarbeiter der Jugendeinrichtungen hätten schon ein pädagogisches Konzept erarbeitet – zunächst jede Einrichtung für sich, aber auch gemeinsam. Schon am 10. Juni solle es im Jugendhilfeausschuss des Kreises vorgestellt werden – vermutlich liegt bis dahin auch eine ungefähre Kostenermittlung vor. Der Kreis ist für die Refinanzierung zuständig.

Beide Jugendhäuser machen bisher Kindern und Jugendlichen an verschiedenen Wochentagen Angebote von der Spielgruppe für Grundschulkinder über Hausaufgabenhilfe bis zu Sport- und offenen Angeboten. Positiv sieht auch der katholische Pfarrer Alois van Doornick die Pläne. „Ich finde es ein schönes Signal von der evangelischen Gemeinde, sich so stark in die Jugendarbeit einzubringen; vom Aufwand her ist das bestimmt kein Pappenstiel.“ Die katholische Kirche nutzt Jugendheime in Ortsteilen, bindet Jugend über Vereine und Gruppen.