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Schnelles Internet für ganz Kalkar

22.01.2015 | 22:00 Uhr
Schnelles Internet für ganz Kalkar
Turnhalle Josef Lörcks GrundschuleFoto: Andreas Gebbink

Kalkar.   In den kommenden Tagen beginnt die Telekom mit dem Ausbau in der Nicolaistadt. Bürgermeister Gerhard Fonck im Gespräch mit der NRZ

Unternehmen und viele Privatleute in Kalkar warten schon seit langem darauf: Schnelles Internet in jedem Dörfchen. Bürgermeister Gerhard Fonck kündigte gestern im Gespräch mit der NRZ an, dass in Kürze die Bauarbeiten für den Breitbandausbau in der Stadt beginnen werden. Die Telekom bereite gerade die Planungen vor. Die Aufträge für den Breitbandausbau seien vergeben worden. Noch in diesem Jahr sollen alle Kalkarer mit bis zu 50 Mbit/s Übertragungsrate versorgt werden.

Keine Eile bei den Schulen

Telekom-Fachmann Frank Neiling bestätigte, dass es in Kalkar bald losgehen werde. „Wir haben nach Ausschreibung den Zuschlag bekommen und werden ausbauen“, so Neiling mit Blick auf die Nicolaistadt. Durch die Software-Umstellung in den Schalterkästen, das sogenannte „Vectoring“, erreichen man nun bis zu 82 Prozent aller Haushalte. Am besten sei die Versorgung aktuell in Bedburg-Hau, Emmerich, Geldern, Goch, Kevelaer und Kleve.

In Sachen Schulen betonte Gerhard Fonck, dass man sich auch nach dem Auslaufen der Hauptschule im August Zeit lassen werde mit Fragen der Nachfolgenutzung für das Gebäude. „Wir sind da nicht auf der Flucht“, so Fonck. Es sei durchaus nicht so, dass die Grundschule künftig nicht mehr benötigt werde: „Wir werden erst in Ruhe das Raumkonzept betrachten“, so Fonck. Er geht davon aus, dass man künftig durch die Inklusion auch mehr Platz benötigen werde.

Im Gespräch war, dass das Gymnasium in die Hauptschulräume zieht und die Grundschule in das Gymnasium. „Die Schulleitungen müssen entscheiden, denn sie müssen später auch in den Gebäuden arbeiten. Wir werden das in enger Abstimmung diskutieren“, so Fonck. Sicher ist allerdings, dass die Turnhalle der Josef-Lörks-Grundschule abgerissen wird – und zwar noch in diesem Jahr.

Positive Nachrichten erhofft sich der Kalkarer Bürgermeister bald auch vom „Börsenplatz“, die Spielhalle am Kreisverkehr zur Stadtmitte. Das Gebäude wird zurzeit aktiv vermietet. Fonck erwartet, dass sich das Gebäude bald in einem besseren Zustand zeigen wird.

Ärztemangel ist ein Thema

Leichte Sorgen macht sich Fonck über die ärztliche Versorgung in Kalkar. Bislang sei die Nicolaistadt mit Haus- und Fachärzten sehr gut versorgt. Allerdings müsse man sich in den nächsten Jahren darauf einstellen, dass viele Ärzte altersbedingt aufhören: „Hier müssen wir gute Nachfolgeregelungen finden“, so Fonck. Er wisse, dass eine ärztliche Ausbildung mindestens zehn Jahre daure. „Hier trägt vor allem die Kassenärztliche Vereinigung eine große Verantwortung. Sie muss darauf achten, dass auch die Struktur der hausärztlichen Versorgung im Kreis Kleve stimmt“, so Fonck.

Andreas Gebbink

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2015-01-22 22:00
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