Sauberes Internet für Schüler
20.05.2008 | 15:16 Uhr 2008-05-20T15:16:00+0200Städtisches Gymnasium Kalkar nutzt den „Schulfilter plus” der Time for kids-Foundation. U.a. pornografische, gewaltverherrlichende und extremistische Seiten haben keine Chance.
Der 16-jährige Eugen Renner sitzt am Computer im Informatikraum der Städtischen Realschule Kalkar und ruft zu Demonstrationszwecken die Internetseite youtube auf. Vergebens. Das „Filterfenster” öffnet sich und erklärt die Seite für gesperrt. Grund: Der effektive „Schulfilter plus” von Time for kids sichert seit gestern den Internetzugang der jungen Nutzer. Zum Hintergrund: Die Realschule nimmt am landesweiten Pilotprojekt „Kinder- und Jugendschutz im Internet” teil. Ziel der Aktion der gemeinnützigen „Time for kids Foundation” mit Andreas Klett als Geschäftsführer an der Spitze, ist es ein Zeichen zu setzen. „In den 54 Kreisen und kreisfreien Städte in NRW wollen wir mit dem Pilotschulen-Programm mit je einer Schule Zeichen für verantwortungsvollen Internet Umgang mit dem Internet setzen”, erklärte Klett. In Kalkar ist Pate des Projekts Bürgermeister Gerhard Fonck, der es gemeinsam mit Schulleiterin Ursula Paul begrüßte und sich über das „Saubere Internet für die Realschule Kalkar” freute. Als Lehrer und IT-Beauftragter für die Systembetreuung der PC's in der Pilotschule ist Erich Dupont zuständig. „Mit dem Schulfilter Plus von Time for kids und einer vorhandenen pädagogischen Oberfläche haben unsere Kollegen die Möglichkeit, Internetinhalte für den Unterricht gezielt bereitzustellen und störende Inhalte fernzuhalten”, erklärte er. So müssen aus dem Internet der Kalkarer Schule von nun an alle Seiten mit pornografischen, gewaltverherrlichenden oder extremistischen Tendenzen draußen bleiben. Immerhin gibt's im www rund 1 Milliarde Pornografieseiten. Klett: „Der Schulfilter Plus überprüft täglich vier Millionen Seiten, aktualisiert seinen Filter also ständig.” Das entlastet Lehrer in der pädagogischen Aufsicht enorm, betonte auch Dupont. Allerdings waren sich gestern in der Realschule Kalkar auch alle Beteiligten einig, dass ein Schulfilter allein nicht reicht. Die meiste Zeit könnten die Kinder schließelich zu Hause am Computer verbringen. Ein Ziel des Projekts ist es deswegen auch, Elternabende abzuhalten und Lehrerfortbildungen zu bieten.
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