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Sammelt Bedburg-Hau Altkleider bald selber ein?

21.11.2013 | 15:00 Uhr
Sammelt Bedburg-Hau Altkleider bald selber ein?
In Kleve fand die erste kommunale Sammlung von Altkleidern und Altmetall bereits Anfang 2013 statt.Foto: T. Lindekamp

Bedburg-Hau.   Pro Tonne könnten je 100 Euro in Bedburg-Haus Gemeindekasse fließen, wenn die Gemeinde selber aktiv wird

Mit dem Sammeln von Altkleidern sollen andere Geld verdienen – nicht die Kommune, so kommentiert für die SPD Rainer Dekkers die jüngst im Bauausschuss diskutierte Idee, alte Kleidung künftig selber einzusammeln. Doch Stephan Haupt (FDP) blieb dabei. Er verteidigte den Antrag seiner Fraktion von Februar, der eben auf das Selbersammeln abzielt: „Die Einnahmen sollen zur Senkung der Abfallgebühren genutzt werden.“

Der Rat wird heute Abend entscheiden, ob Altkleider ab dem 1. Januar 2014 von der Kommune selber gesammelt werden. Der Vorschlag der Verwaltung sieht die Aufstellung von sechs Containern vor. Über die Kreis Kleve Abfallwirtschafts GmbH (KKA) würde mit der Aufstellung und Entleerung (alle zwei Monate) die Firma Kolping beauftragt werden. Pro Tonne Altkleider erhielte Bedburg-Hau dann etwa 330 Euro, müsste allerdings für den Container (Miete/Versicherung usw.) gut 221 Euro zahlen. Unterm Strich bliebe ein Gewinn von etwa 100 Euro pro Tonne in der Gemeindekasse. Das Geld würde die KKA der Gemeinde jeweils gutschreiben.

Um das Sammelsystem auszuprobieren, sieht die Vorlage eine testweise Aufstellung an vier Standorten (Hau, Schneppenbaum, Hasselt und Till) vor. Über den Entsorgungsterminkalender sollen alle Bürger über die Abholungen informiert werden. Das ist allein schon deshalb notwendig, weil es eben nicht nur Sammelbehälter der Gemeinde geben wird – sondern weiterhin auch gewerbliche Sammler. Einen „positiven Effekt für den gemeindlichen Haushalt“ bringen also nur Altkleiderspenden, die im Gemeinde-Container landen.

Ein Verbot für gewerbliche Sammler wird es indes nicht geben, stellte Baudezernent Dieter Henseler klar: „Es ist schwierig die Erlaubnis zurückzunehmen.“ Die Stadt Kleve, sammelt bereits seit Jahresanfang die Altkleider in Kleve selber ein und machte sich zu einem Verbot schlau. „Da ist nichts zu machen. Es herrscht Gewerbefreiheit“, erklärt Henseler.

Der nun gemachte Vorschlag basiere auf umfangreichen Recherchen. Klar sei nun, dass man nicht auf die „DSD-Glaskörbe“ zurückgreifen könne. Als andere Variante war eine Anmietung zusätzlicher Körbe und eine Abholung durch die Firma Schönmackers von Haus zu Haus im Gespräch, doch das sei „zu kostenintensiv“.

Anne Wohland

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2013-11-21 15:00
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