„Rundum“ Service für Babys und Mütter

Das Team der Hebammenpraxis Rundum (v.l.n.r): Ursula Claessens-Kozmin, Christine Strodel-Werneke, Ingrid Böhmer.
Das Team der Hebammenpraxis Rundum (v.l.n.r): Ursula Claessens-Kozmin, Christine Strodel-Werneke, Ingrid Böhmer.
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Ende letzten Jahres ist die Hebammenpraxis Rundum von Pfalzdorf mitten nach Goch umgezogen. Größere Räumlichkeiten und mehr Kurse erwarten Eltern und Schwangere

Goch..  Hohe Decken, helle Räume, Leinwände mit Babyfotos an den Wänden – die neuen Räumlichkeiten der Hebammenpraxis Rundum in der Klever Straße 41 wirken freundlich und einladend. Gleich am Eingang erwartet Besucher ein großzügiger Wartebereich mit Ledersesseln.

Vier Kursräume mit roten und blauen Matten, Gymnastikbällen und Nackenhörnchen stehen für Fitnesskurse, Babymassage oder Geburtsvorbereitung zur Verfügung. Zum gemütlichen Beisammensein nach den Kursen lädt eine kleine Tee- und Kaffeeküche ein. In einem angrenzenden Flur zeigen die Hebammen, welche Möglichkeiten es gibt, ein Baby zu tragen und wie Tragetücher richtig gewickelt werden. Auch ein Sprechzimmer und ein Untersuchungsraum sind Teil der neuen Hebammenpraxis. Dort führen die Hebammen Gespräche und behandeln Schwangere beispielsweise bei Übelkeit mit Akupunktur.

Seit dem 1. Dezember letzten Jahres nutzen die elf Hebammen des Rundum-Teams die neuen Räumlichkeiten. Mit 220 Quadratmetern haben sie sich deutlich vergrößert. Vor dem Umzug war die Hebammenpraxis in Pfalzdorf zu finden. Dort gab es allerdings nur einen Raum für Kurse, jetzt gibt’s vier. „Dem wachsenden Bedarf waren die alten Räumlichkeiten nicht mehr gewachsen. Ein Umzug war unausweichlich“, sagt Christine Strodel-Werneke, eine der Hebammen des Teams. Nun befindet sich die Praxis zentral in Goch. „Die Anbindung ist super und auch ausreichend Parkmöglichkeiten sind vorhanden“, sagt Strodel-Werneke. Vor allem für Frauen aus dem Stadtgebiet sei die zentrale Lage ein Vorteil, weil sie weniger mobil seien als die Frauen aus dem Umland, so die Erfahrung der Hebamme.

Nicht nur die Räumlichkeiten haben sich verändert. Auch das Angebot haben die Hebammen ausgeweitet. Jetzt gibt’s auch einen Yogakurse in der Schwangerschaft und den Kurs „Das erste Lebensjahr“ in Kooperation mit der Familienbildungsstätte. Darin geht es um die Entwicklung vom Baby zum Kleinkind, um Wachstum, Ernährungsumstellung, aber auch um Freizeitangebote, an denen bereits die Allerkleinsten teilnehmen können. Zwar leitet die Familienbildungsstätte den Kurs, doch die Hebammen beraten die Eltern bei Fragen aller Art. „Wir wollen ein Zentrum für Babys erstes Lebensjahr und eine Anlaufstelle für Eltern sein“, erläutert Strodel-Werneke.

Zu ganz unterschiedlichen Zeitpunkten finden Frauen den Weg in die Praxis. Manche suchen früh Beratung, andere erst kurz vor der Entbindung. „Vom positiven Schwangerschaftstest bis das Kind auf der Welt ist, sind wir für Schwangere und ihre Partner da“, sagt Strodel-Wernekes Kollegin Ingrid Böhmer. Das bedeutet eine Betreuung rund um die Uhr. Schon häufig hat Böhmer es erlebt, dass eine junge Mutter sie mitten in der Nacht anrief, weil das Baby nicht aufhören wollte zu schreien. „Wir geben den Frauen Sicherheit. Heute gibt es kaum noch große Familien. Viele Frauen wachsen als Einzelkinder auf und sind als Mütter verunsichert“, erzählt Böhmer. Ist das Kind richtig angezogen? Das Kinderzimmer richtig eingerichtet?Die Hebammen wissen Rat. Sind die Eltern schließlich auf sich gestellt, hören die Hebamme oft: „ Wir vermissen Sie. Sie waren fast schon ein Teil der Familie.“