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Raubzüge durch neun Spielhallen

25.04.2007 | 16:06 Uhr

PROZESSAUFTAKT. Zehn Jugendliche aus Kleve müssen sich Mitte Mai vor dem Landgericht verantworten.

KLEVE. Vor dem Klever Landgericht (Jugendkammer) wird es Mitte Mai zu einem Prozessauftakt für insgesamt zehn verdächtige Jugendliche kommen, gegen die die Kripo Kalkar in den vergangenen Wochen wegen einer Serie von Raubüberfällen ermittelt hatte. Der Gruppe wird zur Last gelegt, in neun Fällen Rauüberfälle auf Spielhallen begangen zu haben.

Fünf mutmaßliche Täter, so die Kreispolizei und die Staatsanwaltschaft gestern in einer gemeinsamen Erklärung, befänden sich zwischenzeitlich in Untersuchungshaft. Die Tatverdächtigen stammen aus Kleve und sind zum Teil unter 18 Jahre alt. Der entscheidende Durchbruch, so die Kreispolizei, gelang den Ermittlern, die zeitweise durch Kripobeamte aus Wesel unterstützt wurden, im Oktober vergangenen Jahres, als ein unmittelbar bevorstehender Überfall auf eine Spielhalle in Essen im letzten Moment vereitelt werden konnte. Bei ihren Raubzügen agierten die Festgenommenen überregional. Von Juni bis Oktober 2006 sollen sie nach dem Stand der Ermittlungen Überfälle in Wesel, Alpen, Viersen, Krefeld sowie im Ruhrgebiet (Essen) verübt haben. Nach den Festnahmen legten einige der Jugendlichen Teilgeständnisse ab. Ihre Tatfahrzeuge präparierten sie mit gestohlenen Kennzeichen. Ihre Opfer wurden zum Teil geschlagen. Als Waffen verwendeten sie (ungeladene) Gaspistolen oder täuschend echt wirkende Softair-Pistolen. Ihre Beute: rund 91 000 Euro, so die Polizei.

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