Polizeihund jagt Verbrecher für Klever Grundschüler
18.09.2009 | 13:49 Uhr 2009-09-18T13:49:00+0200
Kleve. Beim Aktionstag der Kreispolizei unterhielten Hundeführer Wolfgang Stacha und Mali-Hündin Lola etwa 400 Grundschüler. Für diese spielten Hund und Herr die Jagd auf Verbrecher nach. Dafür gab's Streicheleinheiten. Später lernten die Kinder, wie wichtig es ist, sich im Auto anzuschnallen.
Madeleine von der Marienschule strahlte über das ganze Gesicht. Schließlich hatte sie Polizeihund Lola streicheln dürfen. Davon war auch Klassenkamerad Lars begeistert. „So weich. Und die hat 'ne Supernase, kann Gegenstände finden und Einbrecher beißen.” Kein ruhiger Arbeitstag für Mali-Hündin Lola, Herrchen Andreas Hocevar und für seinen Kollegen, Polizeihundeführer Wolfgang Stacha mit seinem vierbeinigen Partner Derrick. Schließlich behrrschten gestern rund 400 Grundschüler aus Kleve die Tichelpark-Cinemas und den Vorplatz. Der Grund: Die Kreispolizeibehörde Kleve hatte zum Aktionstag eingeladen. Motto: „Er hält alles – Der Profi fährt mit Gurt.”
Und vor dem eigentlichen Sicherheitsthema „Auto, Gurte und Busfahrten” übernahmen die Polizeihundeführer mit ihren bestens ausgebildeten, höchst motivierten und erstaunlich kinderfreundlichen Hunden das „Warm-Up”. Außerdem wurden die Kinder anhand praktischer Übungen an das korrekte Ein- und Aussteigen bei (Schul-)Bussen herangeführt.
Der Landrat, "Ganz-Oberer-Polizist ohne Uniform"
Danach ging's mit einer Plastiktüte voller Frühstück für jedes Kind in den großen Kinosaal. Dort moderierte Ingo Schankweiler von der Kreispolizeibehörde sehr kindgerecht. So stellte er den anwesenden Landrat und Chef der Kreispolizeibehörde Wolfgang Spreen als „Ganz-Oberen-Polizisten ohne Uniform” vor und den ebenfalls anwesenden parlamentarischen Staatssekretär und Schirmherrn Manfred Palmen als „Ganz-Ganz-Ganz-Oberen Polizisten”.
Gezeigt wurde dann der einprägsame und wirklich gelungen inszenierte Spot: „Der kleine Schreihals”. Er soll Kinder und Erwachsene gleichermaßen anhalten, sich im Auto immer anzugurten. In dem Spot ist ein kleines Mädchen zu sehen, dass zunächst von der Mutter im Kindersitz des Autos auf der Rückbank angeschnallt wird. Als die Mutter dann mit dem Wagen losfahren möchte, beginnt das Mädchen lauthals (sehr laut!) zu schreien und hört erst damit auf, als die Mutter ebenfalls den Sicherheitsgurt nimmt und sich anschnallt.
Handpuppen-Polizeihund Paul
Dann hatte Puppenspieler und Polizeihauptkommissar Gerd Fleuren mit seinem kuscheligen Handpuppen-Polizeihund „Paul” seinen Auftritt. Da wurde noch einmal spielerisch und mit schmissigen Gesangseinlagen auf Sicherheit im Straßenverkehr/im Auto hingewiesen. Die Kinder wissen jetzt genau, dass der Sicherheitsgurt und andere Rückhaltesysteme beim Autofahren lebensrettend sein können und immer benutzt werden müssen. „Viele schwere Folgen bis hin zu tödlichen Verletzungen könnten durch die Gurtbenutzung vermieden werden”, betonte auch noch einmal Heinz van Baal, Pressesprecher der Kreispolizeibehörde, gestern.
Nach wie vor sei der Gurt Lebenretter Nummer eins. „Leider beherzigen immer noch zu wenig Autofahrer das Motto: 'Erst gurten! Dann starten!'”, bedauerte van Baal.
Polizei registrierte 2009 bislang 3760 Fahrer ohne Gurt
Kontrollen im Kreis belegen dies: In diesem Jahr wurden, so der Pressesprecher, bereits 3760 Verstöße gegen Gurtpflichten sowie die Benutzung von Kinderrückhaltesystemen festgestellt. Kinder werden oft noch falsch oder ungesichert mitgenommen.
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