Plorin: Da wird mit falschen Karten gespielt
17.06.2009 | 22:00 Uhr 2009-06-17T22:00:00+0200Geplanter Sonderlandeplatz in Kalkar-Bylerward sorgte auch im Bauausschuss für Diskussionen
Kalkar. Ihr Nein zum geplanten Sonderlandeplatz Bylerward hatte die CDU bereits vor Wochen klargestellt, auch im Rat. Jetzt brachte Fraktionschef Dr. Günther Bergmann das Thema noch einmal in den Bauausschuss. „Weil die Segelflieger am Wochenende den Antrag auf Änderung des Flächennutzungsplanes gestellt haben”, sagte er als Begründung. Deshalb wolle er wissen, so Bergmann, wie das weitere Prozedere aussehe. Parallel laufe ja auch der Antrag auf Erteilung der flugrechtlichen Genehmigung.
Die Verwaltung soll nun bis zum 30. Juni prüfen, ob es juristisch ausreicht, dass der Rat mehrheitlich Nein zur Flächennutzungsplan-Änderung gesagt hat. Oder ob das Verfahren doch eingeleitet werden muss, um so das Nein zum Flugplatz auch durchsetzen zu können.
Jochem Reinkens (SPD) nutzte die Gelegenheit, nochmals für eine Genehmigung des Projektes in Bylerward zu werben. Nicht nur, weil die Begründung des Aero Club Kalkar-Wissel für eine Änderung des Flächennutzungsplanes schlüssig sei. „Sie sollten sich mal an viel größeren Flugplätzen, etwa in Vreden, informieren. Da gibt's überhaupt keine Beschwerden über zu viel Lärm”, sagte er in Richtung CDU-Fraktion.
Im NRZ-Gespräch äußerte sich der Vorsitzende des Aero- Clubs, Gerd Plorin, irritiert über die CDU-Haltung. „Alle, auch die CDU, waren über unsere Pläne rechtzeitig informiert”, sagte er. Man habe ja die geforderte „Bringschuld” erbracht. Er habe den Eindruck, dass hinter den Kulissen mit falschen Karten gespielt werde. „Einflussreiche Leute in der Bürgerinitiative haben die CDU offensichtlich massiv unter Druck gesetzt, sich gegen den Flugplatz zu wenden”, ist sich Gerd Plorin sicher.
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