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Ehrung

Planerin mit Herz

26.08.2009 | 18:57 Uhr
Planerin mit Herz

Bedburg-Hau. Die Ärztliche Direktorin Marie Brill arbeitet seit 25 Jahren in den Rheinischen Kliniken. Dafür wurde sie im Krankenhausausschuss unter anderem mit einer Urkunde geehrt.

Als Marie Brill vor 25 Jahren in den Rheinischen Kliniken mit ihrer Arbeit begann, konnte sie kaum ein Wort Deutsch. Aber das Gefühl, hier bleiben und etwwas bewegen zu wollen, hatte die ärztliche Direktorin schon damals. Und das, obwohl sie in eine „große und nicht gerade modern ausgestattete Klinik kam”. Seit 1984 aber haben sich die Rheinischen Kliniken verändert und Marie Brill hat Karriere gemacht: Von der Fachärztin zur ersten Ärtzlichen Direktorin in einer Klinik des Landesverbandes Rheinland (LVR).

Offen, loyal, kommunikativ

Aber wer Marie Brill zuhört, ahnt, wie sie sich durchgesetzt hat: „Ihre fachliche Qualifikation, ihre offene, loyale und kommunikative Art schätze ich als Rheinländer besonders an ihr”, lobt Joachim Heister, Amtsleiter der LVR-Kliniken Marie Brill. „In der Psychiatrie muss man mit den Menschen sprechen können.”

Der Fokus liegt schon von berufswegen auf der Kommunikation und die spielt so oder so in Brills Leben die Hauptrolle. Als Fachärztin an der Uni-Klinik in Pilsen, floh sie nach Deutschland. Sprachkurs, psychiatrische Zusatzausbildung, was sich die heute 58-Jährige vornahm, gelang. 1990 wurde sie Abteilungsärztin, setzte sich beim Bewerbungsverfahren erfolgreich gegen neun Männer durch. Seit 2006 ist sie Ärztliche Direktorin und Fachbereichsleiterin der Erwachsenenpsychiatrie. Spezialgebiet: Depression.

Hintergrund
Jack Kreutz

Neben Marie Brill wurde gestern auch der Leiter der Forensik, Jack Kreutz, für seine Verdienste geehrt. Wie Brill arbeitet er seit 25 Jahren in Bedburg-Hau. Zum Jubiläum gab es für beide unter anderem eine Urkunde.

Wenn die Mutter zweier erwachsener Kinder plötzlich Geld für die Klinik in die Hand bekäme, dann „würde ich diese vielen Ideen endlich umsetzen.” Dazu gehören die Fertigstellung des Standardbettenhauses und ihr Engagement für das Mentoring-Programmm des LVRs, bei dem unter anderem Ärztinnen wie Brill dem Nachwuchs mit Rat und ihren Erfahrungen zur Seite stehen.

Noch wichtiger ist Marie Brill die gute Zusammenarbeit im Team, die Ausdauer, sich und andere zu motivieren. „Im Herzen bin ich Ärztin, aber es ist reizvoll, Dinge zu bewegen. Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert.” Die Patientenbefragungen jedenfalls geben der Direktorin recht.

Stefanie Bersin

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