Peter Wolters leitet größte Berufsschule in NRW in Kleve

Die neue Berufsschulleitung: Peter A. Wolters und sein Stellvertreter Gert Budde.
Die neue Berufsschulleitung: Peter A. Wolters und sein Stellvertreter Gert Budde.
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Der Leiter der Technikabteilung wurde im April zum neuen Leiter der größten Berufsschule in NRW berufen. „Ich möchte die Vielfalt erhalten“

Kleve..  Der neue Schulleiter ist ein Techniker. Peter Wolters hat Landmaschinenmechaniker gelernt und Maschinentechnik auf Lehramt in Aachen studiert. Er weiß also, wie man einen Trecker repariert und einen Motor wieder ans Laufen kriegt. Das Berufskolleg in Kleve soll unter seiner Führung reibungslos in die Zukunft fahren. Der 56-Jährige leitet seit April die größte Berufsschule in Nordrhein-Westfalen. Er hat nach einer längeren Vakanz die Nachfolge von Hans Reeder angetreten.

Die Qualität erhalten

Peter Wolters stammt aus Kalkar und ist am Niederrhein „tief verwurzelt“, wie er sagt. Sein Herz schlägt immer noch für Landmaschinentechnik, die ja auch in Kleve angeboten wird. „Die Landmaschinentechnik ist durchaus sehr anspruchsvoll“, sagt Wolters, der seit 2001 in Kleve tätig ist und zuvor gut elf Jahre am Berufskolleg in Wesel gearbeitet hat. In seiner neuen Funktion als Schulleiter wird er sein Lieblingsfeld ein wenig verlassen müssen. Denn mit 5300 Schülern und 77 unterschiedlichen Bildungsgängen bietet das Berufskolleg ein sehr breites Bildungsangebot: „Mein Ziel ist es, diese Breite und diese Qualität zu erhalten“, sagt Wolters im Gespräch mit der NRZ.

Am Berufskolleg sind 210 Lehrer beschäftigt und das Haushaltsvolumen beträgt durchschnittlich 2,5 Millionen Euro. Gerade wird das Hauptgebäude von der KKB saniert. In den Sommerferien stehen große Sanierungsarbeiten an.

Die Vernetzung von Bildungsangeboten ist ein wichtiger Baustein für die Arbeit von Peter Wolters. Die ersten Kontakte zur Hochschule Rhein-Waal hat er bereits als Leiter der Technikabteilung geknüpft, und auch mit der Karl-Kisters Realschule gibt es eine enge inhaltliche Verzahnung, die von der Kisters-Stiftung auch gefördert wird.

Wenn das neue Berufskolleg in Geldern fertig gestellt ist, wird Wolters gemeinsam mit dem neuen Schulleiter dort über die künftige Zusammenarbeit des Bildungsangebotes reden und schauen, wo es sinnvoll ist Bildungsgänge zu konzentrieren. Gleiches gilt auch für den Standort in Goch. Wolters deutet an, dass man mittelfristig schauen werde, ob der Standort nicht wieder zurück nach Kleve geholt wird. Zurzeit sind dort vor allem die kaufmännischen Berufe untergebracht.

Wolters betont, dass er ein sehr gutes Verhältnis zu seinem Stellvertreter Gert Budde unterhält, der ebenfalls Ambitionen auf den Schulleiter-Posten hatte. „Wir arbeiten sehr konstruktiv und gut zusammen“, so Wolters.