Perfektion auf der Bühne

Kleve..  Wenn Alina Grömping nach zwei Minuten und zehn Sekunden ihren mitreißenden Solotanz beendet hat, dann erheben sich die Zuschauer von ihren Plätzen, um dem 21-jährigen Wirbelwind zu applaudieren. Alina Grömping steht für Perfektion auf der Bühne, mit einem herzerfrischenden Lachen im Gesicht: „Tanzen ist ein großer Teil meines Lebens“, sagt die gebürtige Gocherin mit glänzenden Augen. Vor gut drei Jahren hat sie sich den Kellener Brejpott-Quakern angeschlossen.

Aufgewachsen ist Alina Grömping in Pfalzdorf. Bis zum neunten Lebensjahr lag das Glück der Erde für sie auf dem Pferderücken. Bei Blücher Pfalzdorf drehte sie damals ihre Runden. Dann wurde ihr Interesse am Tanzen geweckt, „weil meine Mutter bei den Rheinreiters Hau mitgemacht hat“. Vielseitig war Alina von Anfang an. „Ich habe alles gemacht: Solo-, Garde- und Showtanz.“ Später konzentrierte sie sich ganz auf den Solotanz, doch mit 14 Jahren legte sie eine mehrjährige Pause ein. Kurz vor ihrem 18. Geburtstag wurde Alina von Stefanie Büskens, die bei den Brejpott-Quakern trainierte, angesprochen: „Du musst unbedingt zu uns kommen.“ Die Pfalzdorferin ließ sich nicht zweimal bitten und nahm einige Strapazen auf sich, um nach Kellen zum Training zu kommen.

Mittlerweile hat sie ihren Lebensmittelpunkt nach Kleve verlagert, wohnt in Kellen.

Vor zwei Jahren war es dann soweit. Alina Grömping stand erstmals als Solomariechen auf der Quaker-Bühne. Danach startete sie richtig durch. Christina Valenta stand ihr zwei Jahre als Trainerin zur Seite, aktuell wird sie von Sandra Büskens akribisch vorbereitet. „Meine Trainerin kümmert sich überwiegend um die Choreographie, die Musik suchen wir gemeinsam aus. Sie muss ja zu meinem Typ passen“, sagt Alina. Bis der Tanz sitzt, vergehen zwei Monate, manchmal dauert es auch bis zu einem halben Jahr. „Es gibt immer wieder Änderungen.“ Die Mischung aus Tanz und Akrobatik ist anspruchsvoll. Spagat, Handstand, Bogengang und freies Rad gehören zu Alina Grömpings Repertoire.