Pädagogisch am sinnvollsten

F

Sehr geehrter Andreas Gebbink,

was ist uns Bildung Wert? Was sind uns unsere Schülerinnen und Schüler Wert?

Die im Rat getroffene Entscheidung über die weiteren Standorte der Schulen ist für Kleve keine finanzielle Katastrophe, sondern Ergebnis eines bereits vor Jahren getroffenen, weitreichenden Schulkonsenses in Kleve. Diese Entscheidung, in Kleve alle Schulformen anzubieten, wird jetzt abschließend baulich umgesetzt.

Grundlage der Entscheidung war eine von der Verwaltung beauftragte Untersuchung durch Experten. Wir haben diese Empfehlung nicht nur im Rat und seinen Ausschüssen diskutiert – die Fraktionen von CDU und Bündnis 90/Grüne haben ergänzende Untersuchungen beantragt, deren Ergebnis die Grundlage der jetzigen einmütigen Entscheidung des Rates war, die bewusst vor dem Hintergrund der pädagogisch sinnvollsten Alternative getroffen worden ist. Sie ermöglicht es zudem auf eine Sanierung des Gebäudes der Johanna-Sebus-Schule zu verzichten.

Es geht um unsere Kinder und deren bestmögliche schulische Betreuung, nicht um eine reine fiskalische Frage – zumal der von Ihnen, lieber Herr Gebbink, in den Raum gestellte Betrag von 10 Millionen Euro nicht unbestritten ist.

Aus pädagogischen Gründen

Der Rat hat sich aus pädagogischen Gründen entschieden, für die Gesamtschule einen endgültigen Standort in der heutigen Frede-Schule zu bestimmen, der nicht nur eine Unterbringung in optimalen, zum Teil neu errichteten Räumen ermöglicht, sondern vor allem Umzüge vermeidet: Solange die Gesamtschule provisorisch in der Oberstadt untergebracht ist, kann das Gebäude der heutigen Frede-Schule um die notwendigen Gebäude und Räume ergänzt werden, um spätestens zum Schuljahreswechsel 2017/2018 einen Umzug der Gesamtschule zu ermöglichen.

Schnell bestand im Rat auch Konsens darüber, das Konrad-Adenauer-Gymnasium in Kellen zu belassen. Im Rat wurde alleine darüber diskutiert, alternativ einen neuen – zugegeben teueren – Neubau neben der heutigen Realschule zu errichten, vor allem um ein von Realschule und Gymnasium genutztes Schulzentrum zu ermöglichen, das auch den Anforderungen der Zukunft genügt.

Im Rat ist daher Einvernehmen erreicht worden, entsprechend dem Wunsch von Lehrern, Eltern und Schülern, das KAG-Schulzentrum zu sanieren, genügt es doch den Anforderungen und Wünschen der Lehrer und Schüler – gerade vor de Hintergrund des dortigen Montessorizweiges und den Anforderungen der Inklusion – am besten. Die Verwaltung hat ausdrücklich bestätigt, dass eine Sanierung zu den ermittelten Kosten möglich ist. Eine solche Sanierung kann auch dazu dienen, anderen Nutzern – über die aber noch zu diskutieren ist –, wie der Volkshochschule, dem Stadtarchiv, Räumlichkeiten zu bieten. Die Größe des vorhandenen Schulgebäudes lässt auch eine Sanierung während des Schulbetriebes zu, so dass kostenintensive und die Schüler belastende Umzüge vermieden werden. Allerdings: Zunächst hat die Verwaltung die konkreten Sanierungsmaßnahmen, deren konkrete Kosten sowie die den Schulbetrieb ergänzenden Nutzungen dem Rat vorzustellen, damit er die für die Sanierung notwendigen Gelder freigibt.

Der Rat hat seine Entscheidung – gerade nicht mutlos – deshalb einstimmig getroffen, bestand doch bei allen Fraktionen Einvernehmen darüber, für unsere Schülerinnen und Schüler die besten Bedingungen zu ermöglichen. Hierzu stehen wir – selbst wenn unter haushälterischen Gründen billigere Lösungen möglich wären!