Oktoberfest gerettet

v.l. Thomas Nietsch (KRK), Thomas Kietz (Warsteiner-Brauerei), Investor Bernd Mom Zevens, Bürgermeister Theo Brauer -- das Oktoberfest Kleve und das Karnevalszelt sind gerettet
v.l. Thomas Nietsch (KRK), Thomas Kietz (Warsteiner-Brauerei), Investor Bernd Mom Zevens, Bürgermeister Theo Brauer -- das Oktoberfest Kleve und das Karnevalszelt sind gerettet
Foto: Astrid Hoyer-Holderberg
Was wir bereits wissen
Mom Zevens springt ein und gründete extra eine Event-Agentur, um Zelt-Feiern im Herbst und auch zu Karneval für seine Stadt zu erhalten

Kleve..  Was wäre Kleve ohne Mom Zevens. Der Investor mit großem Herz für die Schwanenstadt springt auch diesmal wieder ein und rettet nun das Klever Festzelt. Damit Oktoberfest und Karnevalsfeiern steigen können. Dazu gründete er extra eine Agentur „KLE-Event“. Alle bisher verkauften 6000 Karten fürs Oktoberfest behalten ihre Gültigkeit.

Eine Lösung wurde nötig, nachdem der bisherige Veranstalter „gordion management GmbH“ Insolvenzantrag gestellt hatte. Die neue Agentur KLE-Event wird das Klever Festzelt betreiben und das Oktoberfest und die Karnevalsveranstaltungen ausrichten. Für beide Events – das eine krachlederne mit Dirndl an der Van-den-Bergh-Straße, die anderen für Pappnasen auf dem Hokovitplatz – gab die Stadt fünf Jahre Standort-Zusage.

Bürgermeister Theo Brauer sagte „Dank nach hinten“ für die gute Idee, die „gordion“ gehabt hatte, sechs Jahre Narretei und zwei Jahre Oktoberfeststimmung nach Kleve in Zeltwände zu packen. Die Klever hätten bis dahin ihr bayerisches Fest woanders gefeiert, seither aber hier für Umsatz gesorgt, auch beim Kauf der Trachten. Und Brauer zollte „Respekt nach vorne“, dass Zevens dieses Event aus dem Stegreif fortführt, auf „gute Füße stellt“. Das sei „ungewöhnlich, respektabel, honorig“.

Bernd Zevens, ein „Mann der großen Taten, aber nicht der großen Worte“ (so KLE-Event Sprecher Dr. Markus Bremers) sagte denn doch ein paar Sätze: Dass er es wichtig findet, diese Veranstaltungen, die so vielen Spaß machen, in Kleve fort zu führen. „Das wollte ich für unsere Stadt erhalten“. Und: „Wat soll schief gehen?“ Wirtschaftlich werde sich das wohl tragen, so Bremers. Thomas Nietsch vom Klever Rosenmontags-Komitee (KRK) bekräftigte, es gebe keine andere Möglichkeit, „Menschenmassen in Kleve woanders unter zu bringen“. Laut Thomas Kietz vom Sponsor Warsteiner Brauerei sind Zelt und Band für die „Veranstaltungen mit Emotionen“ langfristig gebucht. Es sind die selben wie im Vorjahr. Die Klever werden keinen Unterschied merken.

Das Oktoberfest hatte in den Vorjahren rund 11 000 Besucher, in diesem Jahr wird ein Wochenende mehr „g’zapft“, man erwartet 15 000 Gäste am 18. und 19. September, 25. und 26. September, 2. und 3. Oktober. Die Käufer, die jene 6000 Tickets online buchten, werden in den nächsten Tagen per E-Mail informiert. Andreas Bergmann (zuvor bei gordion) organisiert den Ablauf der Feste. Der Ticket-Verkauf zum Oktoberfest startet sofort (siehe Box).