Noch vor Ostern wird informiert

Ein Neubau wird das Ludwig-Wolker-Jugendheim in Kellen ersetzen. Die Kirche wird umgestaltet werden.
Ein Neubau wird das Ludwig-Wolker-Jugendheim in Kellen ersetzen. Die Kirche wird umgestaltet werden.
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Architekten und Bistumsvertreter werden in Kellen Fragen beantworten zum liturgischen Umbau der St. Willibrord-Kirche und Neubau des Pfarrheims

Kellen..  Es ist einfach noch zu früh, um die Katholische Kirchengemeinde Heilige Dreifaltigkeit Int Leeg Kellen zur Versammlung zu bitten. Ende Februar werden die Umbaupläne für Kirche und Neubau des Ludwig-Wolker-Heimes erst mal im Planungsgremium des Bistums Münster vorgestellt. Dort wird beraten, eventuell etwas umgeplant oder aus Kostengründen abgespeckt – damit der Bewilligungsausschuss im Juni beschließen kann. Anfang März trifft sich in Kellen das Planungsteam erneut, „um die Marschrichtung fest zu legen. Noch vor Ostern wollen wir zur Informationsveranstaltung laden“, verspricht Karola Hoymann vom Pfarrbüro.

Dann werden die Architekten Prof. Hannes Hermanns und Susanne Klösges die Pläne zum liturgischen Umbau der St. Willibrord-Pfarrkirche und den Neubau des Pfarrheims vorstellen und Fragen beantworten. Ein Vertreter des Bistums auch auch dabei.

„Wir wollen mit der Gemeinde eine gute Kommunikation“, antwortet Diplom-Ingenieur Dominikus Kappenberg, Abteilung Kirchengemeinden im Bistum Münster, auf NRZ-Anfrage. „Das Projekt muss diverse Hürden nehmen. Es hat eine gewisse Größenordnung“, erklärt er den Ablauf. Im Sechs-Wochen-Rhythmus reflektiere der Planungsausschuss die Sachlage. Im Prinzip bestehe die Kellener Maßnahme aus drei Teilen: Ersatzbau für das Pfarrheim, das heute zu groß dimensioniert sei, nicht alle Räume würden darin genutzt und energetisch sei es absolut unzureichend. Das Bistum will lieber in ein neues, kleineres Haus, gut isoliert, behindertengerecht, investieren, als ein altes teures zu unterhalten. Die Sorgen aller bisherigen Nutzer der Pfarrheim- und Jugendheim-Räume seien bekannt. Kappenberg lobt die „sehr engagierten Achitekten“.

Zweitens geht es um die Sanierung der Kirche – was wird renoviert, was wird ersetzt? Parallel dazu wird der Rat Kleve am 25. Februar beschließen, die St. Willibrord-Kirche und den dazugehörigen Campanile als Denkmal im Bebauungsplan festzusetzen und ihn damit anzupassen. Festgelegt wird dort auch, welche Bäume im Umfeld erhalten bleiben sollen. Drittens geht es um die liturischen Maßnahmen, die sich besonders ältere Gemeindemitglieder zu Herzen nehmen: Wenn der Altar ebenerdig näher in den Gemeinderaum geholt wird, sieht man den Pastor dann noch?

Der zehnköpfige Pfarreirat begleitet alle Pläne. Er hat laut Satzung „die Aufgabe, gemeinsam mit dem leitenden Pfarrer und dem Pastoralteam das pastorale Wirken entsprechend den Herausforderungen in der Pfarrei so zu entwickeln und zu gestalten, dass die Kirche in den Lebensräumen und Lebenswelten der Menschen wirksam präsent ist.“

Der etwa fünf Jahren für Kellen, Brienen, Griethausen, Warbeyen zuständige Pastor Thorsten Hendricks, der Ende Januar nach Duisburg-Homberg versetzt wurde, hat bisher noch keinen Nachfolger.