Neustart für den Heimatverein

Foto: NRZ

Kervenheim..  Einen Kervenheimer, der optimistisch und mit Tatendrang in die Zukunft des kleinen Dorfs Kervenheim blickt, wünschen sich fast alle, die in dem beschaulichen Ortsteil zwischen Uedem und Weeze leben. Und genau einen solchen Mann haben sie nun bekommen, denn seit der Jahreshauptversammlung Anfang Februar hat der Heimat- und Verschönerungsverein (HVV) Kervenheim-Kervendonk einen neuen Mann an der Spitze. Horst Neisius (63) wurde von den Mitgliedern zum ersten Vorsitzenden gewählt. Er löst damit Ernst Umbach ab, der aus persönlichen Gründen nach zehn Jahren nicht zur Wiederwahl antrat.

Den Ort nach vorne bringen

Neisius zur Seite steht Michel Holtmann, 2. Vorsitzender (wieder gewählt) und Hans-Gerd Ripkens als neuer Geschäftsführer. „Der Kassierer fand sich auf der Hauptversammlung noch nicht, den müssen wir noch wählen“, verriet Neisius im Gespräch mit der NRZ.

Eines weiß der neue Chef des Heimat- und Verschönerungsvereins dennoch jetzt schon: „Gemeinsam mit den insgesamt 252 Mitgliedern möchte ich den Ort wieder nach vorne bringen. Und mit allen Vereinen des Ortes zusammen arbeiten.“ Letzteres ist Neisius besonders wichtig, denn unter dem alten Vorstand sei die Zusammenarbeit mit allen Vereinen (Marketingverein „Wir für Kervenheim“, alle geselligen Vereine) und Gemeinschaften vernachlässigt worden. „Das geht nicht“, betont Neisius. Schließlich sei man ein Ort sozusagen.

In Kervenheim leben 1200 Menschen und hier müsse sich wieder mehr tun. So erinnert sich Neisius, gelernter Chemietechniker und seit Anfang des Jahres im (Un-)Ruhestand, noch gut an die Ankunft in Kervenheim. „Das war vor sieben Jahren. Da gab’s noch zwei Kneipen, eine Arztpraxis, Edeka, eine Apotheke, später den Dorfladen. Und nun ist alles weg. Es gibt noch eine halbe Kneipe und das Potthaus-Café.“ Letzteres führt übrigens Tochter Agnes Lehmann (39) und sie wird dabei tatkräftig von ihren Eltern Horst und Irene (59) Neisius unterstützt.

Die Hompage aufpeppen

Viel zu tun also für den neuen Vorsitzenden des HVV, der auf seiner Agenda einige Punkte abarbeiten möchte: Neue, auch jüngere Mitglieder gewinnen, denen die Zukunft ihres Ortes am Herzen liegt (Neisius: „Ohne Parteigeklüngel!“), soziale Medien mit einbinden, die Homepage aufpeppen, den Ort verschönern im wahrsten Sinne des Wortes. „Schließlich stehen wir im Wettbewerb mit den anderen Ortschaften wie Twisteden und Winnekendonk“, betont er.

Zu den klassischen Aufgaben des HVV gehört die Bepflanzung und Pflege der vielen Blumenkästen im Ort, das Bestücken und Betreuen der Info-Schaukästen, die Pflege des Brunnens und der Bäume am Brunnen, die Weihnachtsbeleuchtung u.v.m.

Die Zusammenarbeit aller Vereine vor Ort wünscht sich der HVV-Chef auch für das Maifest und später den Weihnachtsmarkt an der Burg. Außerdem müssten die HVV-Mitglieder tüchtig mit anpacken, um das Projekt „Renovierung der Schutzhütte Kervenheimer Heide“ umsetzen zu können.