Neuer Kindergarten entsteht am Sandthof in Goch

Richtfest am Kindergarten Sandthof in Goch: rechts die Erzieherinnen, oben auf dem Dachvorsprung Hauseigentümer Markus Korsten und Zimmermann Klaus Oenings.
Richtfest am Kindergarten Sandthof in Goch: rechts die Erzieherinnen, oben auf dem Dachvorsprung Hauseigentümer Markus Korsten und Zimmermann Klaus Oenings.
Foto: Astrid Hoyer-Holderberg
Was wir bereits wissen
Aus einem privaten Wohnhaus wurde innerhalb von sechs Wochen ein Richtfest-reifer Kindergarten für drei Gruppen am Sandthof in Goch

Goch..  Die Erzieherinnen strahlen richtig von innen heraus. „Dieses Haus ist mal was anderes“. Es ist einfach „wunderschön“, sagen Andrea Diebels, Natascha Gutsche, Kira Kösters, Tanja Gierling. Leitern Sabine Frücht beschreibt: „Die Räume sind nicht viereckig, sie haben viele Nischen.“ Das ist es, was auch den Hausherrn begeistert.

Markus Korsten hatte am Jahresanfang aus der Zeitung erfahren, dass die Stadt Goch auf einmal 100 Kindergartenplätze zu wenig hat. Am Sandthof 14 bot Korsten, selbst Vater von drei Kindern, sein Einfamilienhaus zum Umbau an. Beim Architekturbüro Egon Verhoeven aus Kevelaer holte er eine Machbarkeitsstudie ein. Am 26. März sagte der Rat „ja“ zur Idee, vier Tage später zog Familie Korsten schon aus. Am 1. April begann der Umbau. Wo vor zehn Wochen Rasen war, steht nun der komplett neue Anbau und feierte Richtfest. Nach nur sechs Wochen. Die Stadt habe ohne bürokratische Hürden mitgeholfen, dass es so schnell ging, freut sich Korsten. Er verpachtet das Gebäude nun an die Martin-Franz-Stiftung, die vom Rat zum Betreiber des Kindergartens bestimmt worden war. Der Neubau enthält auf 155 Quadratmetern zwei Differenzierungsräume, Ruheraum, einen Gruppenraum mit Kinderküche, eine WC- und Wickelanlage, im Flur auch Kinderwagen-Abstellplätze. Das ehemalige Wohnhaus (400 qm) verbindet zwei Etagen mit einem Plattformlift – barrierefrei. Es gibt ebenfalls zwei Gruppenräume mit Kinderküchen, Ruhe-, Differenzierungs-, Personal und Sanitärräume sowie einen Turnraum. Die Nischen, die stellt sich das zehnköpfige Erzieherinnenteam beispielsweise als kleine Theaterbühne vor.

Die reinen Baukosten für Um- und Neubau liegen bei 600.000 Euro. Hinzu kommt die Gestaltung der Außenanlagen – da wird es unter anderem einen Bobbycar-Parcours geben. Drei Gruppen werden hier einziehen – mit 22 und 22 und 27 Kindern. Die Eltern der bereits angemeldeten Kinder treffen sich nächsten Dienstag schon zum ersten Elternabend.

Zum Richtfest gab es Lob für alle Handwerker. „Es ruht die geübte Hand“, sagte Zimmermann Klaus Oenings im Richtspruch. Markus Korsten musste nur noch obligatorisch den letzten Nagel einschlagen.