Neue Workshops und Ateliers im Museum Kurhaus

Museum Kurhaus pädagogisches Begleitprogramm
Museum Kurhaus pädagogisches Begleitprogramm
Foto: NRZ
Museumsbesuche sind dröge und langweilig? Mit einem vielfältigen Angebot von zeichnen bis drucken beweisen die Kunstpädagoginnen im Museum Kurhaus das Gegenteil. Ein kleiner Vorgeschmack...

Kleve..  Zeichnen, Farben mischen, modellieren, drucken – auch in der neuen Saison von Februar bis Juni bieten die Kunstpädagoginnen des Museums Kurhaus ein buntes Programm aus Workshops und Ateliers. Den Start macht Alexandra Erenstein mit dem Workshop „Farblabor“. Mit Kindern ab acht Jahren wird sie sich heute die Gemälde im Museum anschauen und verschiedene Farbarten und -töne erkunden. Anschließend geht’s ans Eingemachte: In der Wunderkammer mischen die Kinder selbst, mal strukturierte Farben und mal glänzende.

Museum spielerisch kennenlernen

Als Mutter zweier Kinder hat sich Alexandra Erenstein für diese Saison etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Kunst mit den Allerkleinsten. An drei Vormittagen lernen Kinder im Alter zwischen zwei und vier Jahren zusammen mit ihren Eltern eine Stunde lang das Kurhaus kennen. Verschiedene Stationen, an denen die Kinder malen, formen, kleben und matschen können, wird es geben. „Jedes Kind kann frei entscheiden, was es machen möchte. Ob es nun die ganze Zeit an einer Station verbringt oder alle ausprobiert, ist dabei völlig egal. Alleine der Spaß zählt“, sagt Erenstein. Ihr gehe es nicht darum, die Kinder zu kleinen Künstlern zu machen, sondern die Weichen für Kreativität zu stellen und Kunst erlebbar zu machen. Wer sich jetzt die Frage stellt: Warum sollte ich mit meinem Kind dorthin? Malen kann es doch auch Zuhause. Für den hat die Kunstpädagogin eine einfache Antwort: „Hier im Museum haben wir ganz andere Möglichkeiten. Zuhause ist oft zu wenig Platz, um auf riesigen Papierrollen zu malen oder man hat nicht das Material, um Dinge auszuprobieren.“ Los geht es am 21. März mit dem Thema Tiere. Nicht nur für die Kinder auch für sie ist dieser Workshop ein Experiment.

Nicht nur etwas für Kinder

Auch ihre Kollegin Margret Kohtes-Ingerfeld plant ein Experiment mit dem klangvollen Namen „Duett durch Generationen am Werk“. Eltern und Kinder, Großeltern und Enkel sind eingeladen an diesem Atelier teilzunehmen. In Paaren arbeiten die Teilnehmer zusammen. Jeder sucht sich ein Stück aus der Ausstellung aus und malt dieses. Danach wird getauscht und der andere vollendet das Bild - ganz unterschiedliche Blickwinkel vereinen sich auf diese Weise.

Auch Erwachsene kommen nicht zu kurz. Zwei der Workshops beschäftigen sich mit dem Thema Vereinfachung. Grundlage ist die Sammlung von Ewald Mataré, die Ende März eröffnet. Die Teilnehmer stellen sich der Herausforderung die komplexen Werke des Künstlers auf das Wesentliche zu reduzieren. „Viele Erwachsene sind gehemmt und denken zu viel nach. Für unsere Ateliers braucht es keinerlei Vorkenntnisse“, so Kothes-Ingerfeld. Für die Teilnehmer sei es erhellend zu erleben, dass sie anders als vielleicht erwartet, doch malen können. Ein Blick ins Programm lohnt also in jedem Fall. Der Museumsflyer liegt ab sofort zur Mitnahme in den Klever Museen aus und kann auch online heruntergeladen werden.