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Neue Kardiologie für Kevelaer

13.01.2016 | 17:12 Uhr
Neue Kardiologie für Kevelaer
Und los geht es: Pastor Rolf Lohmann, Philipp Kehmeier, Rudolf Lehmann, Bernd Ebbers und Wilfried JacobsFoto: Michael Nicolas

Kreis Kleve  Bereits zum Ende des Jahres sollen die ersten Patienten behandelt werden können. Der Klinikverbund investiert zwei Millionen Euro in den Neubau

Zur Verbesserung der kardiologischen Versorgung im Kreis Kleve wird das Katholische Karl-Leisner-Klinikum in Kevelaer eine kardiologische Abteilung etablieren. Mit dem ersten Spatenstich sind die umfangreichen Bauarbeiten am Marienhospital nun angelaufen, Ende 2016 soll der erste Patient behandelt werden. Die Gesamtkosten des Neubaus betragen etwa zwei Millionen Euro.

„Wir sehen eine Versorgungslücke, die wir schließen möchten“, betonte Bernd Ebbers, Geschäftsführer der Katholischen Karl-Leisner-Trägergesellschaft, anlässlich des Spatenstichs gestern Nachmittag. „Das betrifft sowohl den ambulanten als auch den stationären Bereich.“

Der Standort Kevelaer bietet sich für eine kardiologische Abteilung an, ergänzende Leistungen und medizinische Infrastrukturen sind bereits vorhanden: Das Katholische Karl-Leisner-Klinikum betreibt im Marienhospital eine Abteilung für Innere Medizin mit dem Schwerpunkt Angiologie, eine Gefäßchirurgie und eine Neurologie.

„Durch die Etablierung einer Kardiologie ermöglichen wir die Behandlung von Gefäßkrankheiten für den südlichen Kreis Kleve aus einem Guss“, so Professor Dr. Stefan Schuster, Chefarzt der Kardiologie des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums. „Im Notfall können Herzinfarkte vor Ort behandelt werden, so dass den Patienten lange und gefährliche Wege zur nächsten kardiologischen Klinik erspart bleiben“, ergänzt Oberarzt Dr. Norbert Bayer.

Die Anschaffung eines Linksherzkatheter-Messplatzes für das Marienhospital – ein Herzstück der neuen kardiologischen Abteilung – ist Bestandteil eines umfassenden Investitionspaketes, mit dem das Katholische Karl-Leisner-Klinikum in den Jahren 2015 und 2016 mehr als 3,5 Millionen Euro in modernste Technik investiert.

Umfangreiche Arbeiten

Um die Voraussetzungen für den Betrieb einer kardiologischen Fachabteilung zu schaffen, sind umfangreiche Bauarbeiten erforderlich, die ausschließlich an Unternehmen aus der Region vergeben werden. Zur Vorbereitung werden etwa 1800 Kubikmeter Erde bewegt. Der Neubau der Kardiologie – 340 Quadratmeter Nutzfläche und knapp 2500 Kubikmeter umbauter Raum – wird als so genanntes „Ergänzungsgebäude“ im ersten Untergeschoss des Hauses realisiert. Technik und Verbindungstraßen zwischen den Bauabschnitten werden noch eine Etage tiefer untergebracht.

„Das bringt eine besondere Herausforderung mit sich“, informiert Rudolf Lehmann, Technischer Leiter der Katholischen Karl-LeisnerTrägergesellschaft. „Wegen der Arbeiten im Grundwasserbereich muss vor allem die Gebäudeaußenhülle außergewöhnlich dicht sein.“

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Neue Kardiologie für Kevelaer
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2016-01-13 17:12
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