Neue Führung bei der Caritas

Joachim Schmidt war lange Leiter des Caritasverbands Kleve. Rainer Borsch wird sein Nachfolger.
Joachim Schmidt war lange Leiter des Caritasverbands Kleve. Rainer Borsch wird sein Nachfolger.
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Rainer Borsch wird die Geschäfte des Caritasverbandes Kleve im Mai von Joachim Schmidt übernehmen. Seit Januar wird er in Kleve eingearbeitet

Kreis Kleve..  Der Caritasverband Kleve ist mit gut 800 Beschäftigten einer der größten Arbeitgeber in der Kreisstadt und viele Projekte und Unternehmungen in der Jugend- und Altenhilfe, in der Pflege und sozialen Hilfe machen die Caritas zu einem unverzichtbaren Partner für viele soziale Dienstleistungen in der Stadt. Seit fast 20 Jahren, seit 1996, wird der katholische Verband von Joachim Schmidt (64) geleitet. In diesem Jahr erfolgt ein Wechsel an der Spitze: Seit Januar wird Rainer Borsch als neuer Vorstand eingearbeitet. Die NRZ sprach mit beiden über die Zukunft der Caritas im Kreis Kleve.

Positives Arbeitsklima

Die ersten Antrittsbesuche hat Rainer Borsch bereits hinter sind. „Ich finde vor allem das positive Klima in den Einrichtungen sehr bemerkenswert“, berichtet der 54-Jährige über seine ersten Eindrücke. Bei der Caritas gebe es viele engagierte Mitarbeiter, die mit Gefühl und Herzblut ihrer Arbeit nachgingen. „Das erlebt man nicht überall“, so Borsch. Gerne möchte er an diesen Strukturen anknüpfen und an der Grundausrichtung des Verbandes auch in Zukunft festhalten.

Die Caritas hat sich unter Joachim Schmidt zu einem verlässlichen Partner in der ambulanten Pflege- und Gesundheitsversorgung etabliert. Zahlreiche Pfleger ermöglichen vielen älteren Menschen ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden. Und auch bei den sozialen Hilfen für Familien, Drogenabhängigen oder Arbeitslosen leistet die Caritas wertvolle Arbeit: All dies werde auch in Zukunft den Verband prägen, betont Borsch. Es sei absehbar, dass der Bereich ambulante Altenpflege aufgrund der demografischen Entwicklung in Zukunft ausgebaut werde. Hier sieht Borsch auch eine große Herausforderung für seine Arbeit: Die Entwicklung neuer ambulanter Dienste und die Schaffung neuer Wohnformen für ältere Menschen. Joachim Schmidt erinnert daran, dass man bereits mit dem Tagespflegeheim in Bedburg-Hau eine mittlerweile unverzichtbare Einrichtung geschaffen habe.

Pflegermangel als Herausforderung

Die zweite Herausforderung bilde der Mangel an Pflegern. Heute könne man zwar noch die Stellen besetzen, aber man merke schon jetzt, dass dies nicht mehr so einfach ist. „Wir werden bereits in wenigen Jahren aktiv auf die Suche gehen müssen“, so Borsch. Auch die Betreuung von Asylbewerbern könne ein neues Betätigungsfeld werden – wenn die Finanzierung denn stimmt. Bei den sozialen Beratungsangeboten sei nach wie vor entscheidend, dass die Caritas viele Beratungsleistungen im Zusammenspiel anbieten kann.