Nachbarschaften stärken

Beim Infoabend in Kranenburg erfuhren 40 Senioren mehr zum Nachbarschaftsprojekt Mijnbuurtje
Beim Infoabend in Kranenburg erfuhren 40 Senioren mehr zum Nachbarschaftsprojekt Mijnbuurtje
Foto: privat
Was wir bereits wissen
40 Senioren erfuhren mehr über das Projekt „Mijnbuurtje“ – mein Viertel. Kranenburgs Bürgermeister zum dörflichen Miteinander: „Wir brauchen neue Antworten, neue und innovative Wege“

Kranenburg..  Quirlig, konstruktiv, angenehm war die Atmosphäre des Auftaktinfoabends zum neuen Nachbarschafts- und Social Networking-Projekt „Mijnbuurtje“ in der MediCare Seniorenresidenz in Kranenburg. 40 interessierte Bürger/innen lauschten der sehr persönlichen Geschichte von Eric Hendriks, die hinter der Idee und der Entstehung von Mijnbuurtje steht. Wie Freunde aus dem Kindergarten Schulfreunde wurden, wohnten im selben Dorf wohnten, Feste mit Familie und Nachbarn feierten, sich half. Doch heute ziehe der vertraute Schulfreundweit weg, die Arbeitsstelle liegt eben nicht in der Nähe. Zusätzlich gesellen sich immer mehr Familien in die Dorfgemeinschaft, die – wie im Falle von Kranenburg – aus den Niederlanden, aus anderen Teilen Deutschlands oder auch aus ferneren Ländern zuziehen. Alleine der Anteil niederländischer Einwohner in Kranenburg beträgt 25 Prozent.

„Wir brauchen neue Antworten, neue und innovative Wege“, meint deshalb auch Kranenburgs Bürgermeister Günter Steins. „Nur so können die für das gemeinsame Leben im Dorf notwendigen, hilfreichen, unterstützenden wie vertrauensvollen Gemeinschaften und Netzwerke erhalten bleiben und eben auch neu entstehen.“

Genau hier setzt die Social-Networking-Idee von Mijnbuurtje-Entwickler Eric Hendriks an: „Als ich damals in mein Viertel zog, wollte ich so schnell wie möglich meine Nachbarn kennenlernen und mit ihnen etwas unternehmen“, sagt der gelernte Kommunikationsexperte. In seinem `buurtje´, seiner Nachbarschaft war „Mijnbuurtje“ geboren. Alteingesessene Quartiersbewohner bauen gemeinsam mit neu hinzugezogenen Nachbarn, Jungen wie Alten, ein vertrauensvolles Hilfs-, Unterstützungs- und Kommunikationsnetzwerk auf. Offline wie Online wird der „Dorfplatz“ sichtbar und nutzbar mit all seinen Kompetenzen und Ressourcen. Er gewinnt an Attraktivität für Menschen, die in Zukunft hier leben und arbeiten möchten. Mit einem Social Networking Projekt wie dem von Mijnbuurtje kann insbesondere auch die grenzüberschreitende Vernetzung verstärkt und sichtbar dargestellt werden: `Maatschappelijke initiatieven en burgerparticipatie´. Bürgerschaftliches Engagement und Bürgerpartizipation sind heute in den Niederlanden ein ganz wesentlicher Bestandteil der Landespolitik. Nijmegen und Boxmeer setzen das Projekt bereits mit Erfolg um.

Auch die Kranenburger fanden die Mijnbuurtje-Idee gut. Spontan meldeten sich erste Mitstreiter für den Aufbau eines eigenen Nachbarschaftsnetzwerkes, abgestimmt auf Kranenburg.

Kick-off heißt es jetzt also: Die ersten enthusiastischen Kranenburger treffen sich zum Kick-off- Arbeitstreffen am 7. Juli um 19 Uhr wieder in der MediCare Senioresidenz Kranenburg.​ Dann geht es um die ersten konkreten Schritte. Die MediCare Seniorenresidenz ist feste Anlaufstelle.

Wer beim Nachbarschaftsnetzwerk mithelfen möchte, meldet sich bei Bürgermeister Günter Steins: buergermeister@kranenburg.de oder bei Iris Haarland, die das Nachbarschaftsnetzwerk in Kranenburg koordiniert: iris@mijnbuurtje.nl​ Tel. +49 176 93629797

Jeder ist herzlich willkommen.