Mutig und charismatisch
16.02.2010 | 17:45 Uhr 2010-02-16T17:45:00+0100Kleve. Dr. Heidemarie Schmidt wurde mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande geehrt. Sie bekam die Auszeichnung für ihr Engagement vor allem im sozialen Bereich verliehen.
Als Gynäkologin leitete sie von 1977 bis 2004 als niedergelassene Ärztin ihre eigene Praxis in Kleve. Einer ihrer Schwerpunkte war der Kampf gegen Krebs. 1978 gründete sie die „Interessengemeinschaft Krebs”. Ein Ziel der Gruppe ist es, krebskranken Menschen und ihren Angehörigen Hilfe zur Selbsthilfe anzubieten und sie über bewährte, aber auch neue Methoden der Krebstherapie, Prävention und Nachsorge zu informieren.
Seit mehr als 30 Jahren organisiert und betreut Dr. Heidemarie Schmidt mit charismatischer Ausstrahlung als Sprecherin und Vorsitzende der Selbsthilfegruppe die Treffen.
Sie steht Patienten bei, nimmt ihre Sorgen und Nöte ernst und gibt ihnen neuen Mut. In der Öffentlichkeit kämpft sie für Aufklärung und neue Wege in der Krebstherapie. Seit der Gründung des Brustkrebszentrums im Wilhelm-Anton-Hospital in Goch im Jahr 2004 berät sie ehrenamtlich Krebspatienten des Krankenhauses. Von 1975 bis 1989 war Heidemarie Schmidt Mitglied des Stadtrates der Stadt Kleve.
Gemeinsam mit ihrer Fraktion setzte sie die Einrichtung eines Sozialausschusses durch. Auch die Einrichtung von Kindertagesstätten und die Schaffung eines Frauenhauses brachte sie mit auf den Weg. Zusammen mit örtlichen Frauengruppen initiierte sie einen Frauenfriedenstag in der Stadthalle in Kleve. In den 1970er Jahren rief sie mit Mitstreiterinnen in Kleve den „I-Punkt” ins Leben. Der „I-Punkt” war zunächst ein Treffpunkt für Frauen. Aus dieser Initiative entstand der „Verband Alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV)” zu einer Zeit, zu der fast aus-schließlich Frauen der alleinerziehende Elternteil waren. Die Stadt Kleve ehrte Dr. Heidemarie Schmidt im Jahr 2009 mit dem Klever Frauenpreis.
0mitdiskutieren