Museum Goch zeigt Kalendergrafik
20.11.2009 | 18:52 Uhr 2009-11-20T18:52:00+0100Goch. 15 Jahre art connection. Eine Erfolgsgeschichte. Museum Goch zeigt Kalendergrafik von Künstlern aus der Region und der Druck-Werkstatt von Konrad Stüven.
Die beteiligten Künstler unterliegen keiner Einschränkung außer der des Formats. Stilistisch und in der Auswahl ihrer Motive werden sie in kein enges Korsett gesteckt. Das einzige, was sie verbindet, ist die Region, in der sie leben und arbeiten. Und Konrad Stüven. Seit 15 Jahren macht der Lehrer und leidenschaftliche Drucker einen Kalender mit jeweils zwölf Originaldruckgrafiken – und mit Arbeiten von Künstlern, die in der Region zuhause sind oder hier geboren wurden. Das Projekt art connection hat nahezu von Beginn an einen guten Namen – die in einer Auflage von jeweils 200 Kalendern herausgebrachte Druckgrafik ist längst begehrtes Sammlerobjekt. Ab Sonntag, 22. November, 11.30 Uhr, widmet das Museum Goch art connection eine Ausstellung.
Der Gang vorbei an jeweils zwölf druckgrafischen Werken, aber auch Einzelexponaten ist zugleich ein Blick zurück. Während der Erstling aus dem Jahr 1993 noch ausschließlich Linolschnitte im DIN A 4-Format präsentierte, wurde die Bandbreite im Lauf der Jahre deutlich größer. Experimentiert wurde auch mit der Typographie der Buchstaben für das Kalendarium. Heute zieren Linol- und Holzschnitte, Holzstiche, geätzte Platten, Materialdrucke aller Art, aber auch Siebdrucke und Kombinationen verschiedener Techniken die Blätter. „Conny Stüven”, weiß Museumsleiter Dr. Stephan Mann, „pflegt das traditionelle Druckhandwerk.” Was seine Werkstatt verlässt, sei liebevoll und professionell zugleich.
Eigens für die Gocher Ausstellung hat Stüven ein Werkverzeichnis aller bisher beteiligten Künstler angelegt. Sammler können nicht nur bequem nachschlagen, was im Lauf der Jahre zusammengekommen ist, das Verzeichnis soll zukünftig immer um den aktuellen Jahrgang ergänzt werden (Auflage 200, Preis 25 Euro).
Die Qualität der Kalendergrafik wissen auch die Künstler zu schätzen. Einige von ihnen, wie Brigitte Gmachreich-Jünemann oder Klaus Girnus sind seit vielen Jahren dabei, andere wie Rudolf Schoofs oder Erwin Heerich lieferten einmalige Beiträge. Die Aussstellung ist bis zum 24. Januar zu sehen.
Parallel zur Eröffnung gibt es am Sonntag kids opening. Jasmin Schöne führt Kinder in die Technik des Druckens ein. Jeder Teilnehmer nimmt am Ende ein eigenes Druckwerk mit nach Hause.
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