Mindestlohn bringt Umsatz

Kreis Kleve..  Mehr als 32 000 Menschen im Kreis Kleve werden ab Januar mehr Geld im Portemonnaie haben. So viele Beschäftigte werden dann nämlich erstmals vom gesetzlichen Mindestlohn profitieren, teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten / NGG Nordrhein mit. Laut Pestel-Institut Hannover werde die Einführung des Mindestlohns allein im Kreis Kleve für eine zusätzliche Kaufkraft von 71,3 Millionen Euro sorgen – durchschnittlich 2230 Euro im Jahr für die Betroffenen. „Die meisten werden sich davon endlich einmal etwas gönnen“, was sie „sich als Niedriglöhner kaum erlauben konnten: neue Kleidung, Kosmetik, Kino … und auch einmal ein Essen in der Gaststätte“, ahnt Hans-Jürgen Hufer, NGG-Geschäftsführer Nordrhein. Das sei ein „enormer Gewinn an Lebensqualität“. Dahinter stecke aber auch ein „harter politischer Kampf, den die NGG als treibende Kraft und eine der ‚Mütter des Mindestlohns‘ gewonnen habe. Wichtig sei nun, dass alle Arbeitgeber im Kreis Kleve den Mindestlohn ab Januar auch tatsächlich zahlten. NGG fordert Mindestlohn-Sonderkontrollen im Kreis Kleve durch die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls. Infos: www.mindestlohn.de. Hotline des Bundesarbeitsministeriums: 030 / 60280028 (Mo-Do 8-20 Uhr). 8,50 Euro Stundenlohn bekommen Minijobber ab 13 Stunden pro Woche.