Mehr Einsätze an den Feiertagen

Kleve..  In einer unangenehmen Lage war eine 69-jährige Kleverin: Der Treppenlift, mit dem sie in den Keller heruntergefahren war, versagte den Dienst als die ältere Dame wieder nach oben fahren wollte. Ihre Hilferufe hörten Mitarbeiter der Rufbereitschaft des Deutschen Roten Kreuzes über das Notrufgerät der Frau. Ein alarmierter Helfer konnte die 69-Jährige aus ihrer misslichen Lage befreien und ihren Lift wieder in Gang bringen.

Oft sind es kleine Schwächeanfälle oder ein Augenblick der Unachtsamkeit, die zu einem Sturz führen. Die älteren Leute sind dann nicht in der Lage aus eigener Kraft wieder aufzustehen. Während der Weihnachts-Feiertage und an Silvester wurde das DRK verstärkt zu solchen Einsätzen gerufen, wie Andreas Lamers, DRK-Fachbereichsleiter, bestätigt. Über die Gründe für die vielen Stürze dafür kann er allerdings nur spekulieren. „Vielleicht liegt es daran, dass die Menschen länger aufgeblieben sind als sonst oder mehr unterwegs waren als an normalen Tagen.“ So habe man einem gestürzten 76-Jährigen gleich zweimal wieder aufhelfen müssen, eine 84-jährige Frau habe sich unwohl gefühlt und den Hausnotruf ausgelöst. Auch in Emmerich war eine 89-Jährige ebenfalls gestürzt und brauchte Hilfe.

Nicht immer aber müssen Rotkreuzmitarbeiter ausrücken, um älteren Menschen zu helfen. Viele der Nutzer des Hausnotrufs haben zwar im Rahmen einer Vereinbarung mit dem DRK einen Hausschlüssel bei der Rufbereitschaft hinterlegt, häufig sind es aber auch Angehörige oder Nachbarn, die vom DRK informiert werden und nach dem Rechten sehen, wenn Alarm ausgelöst wurde. Für das vergangene Jahr hat das Rote Kreuz 325 Einsätze registriert. „Meistens Menschen, die gefallen waren und allein nicht mehr aufstehen konnten“, so Lamers. Nur selten habe man einen Krankenwagen rufen müssen.

Die Bedienung des Hausnotruf-Gerätes ist einfach. Ein Druck auf den Funksender genügt und die Verbindung zur DRK-Notrufzentrale wird hergestellt. Der Mitarbeiter dort hat alle wichtigen Informationen über den Teilnehmer und kann schnelle und gezielte Hilfe vermitteln. Weitere Informationen gibt’s unter www.drk-kleve.de oder 02821/5 08 30 (Henning Lorum).