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Soziales

Mehr als ein Obdachlosenheim

18.10.2010 | 17:15 Uhr
Mehr als ein Obdachlosenheim
Vor dem Petrusheim: (v.r.) Bürgermeister Ulrich Francken, Margret Vosseler, Thomas Oeschges, Frank Brünker.

Weeze.Ein Haus für Obdachlose – so oder ähnlich klingt der Ruf des Petrusheimes in Weeze. Dass hinter dem riesigen Areal so viel mehr steckt, als „nur“ ein Dach über dem Kopf für Solche, die dem Leben auf der Straße den Rücken gekehrt haben, erlebte CDU-Landtagsabgeordnete Margret Vosseler bei ihrem ersten offiziellen Besuch.

Und siehe da: Fünf Schwerpunkte gehören zu der Institution des Rheinischen Vereins für Katholische Arbeiterkolonien, welche in Nachbarschaft zum Airport-Gelände beheimatet ist.

Dahinter stecken neben der Einrichtung für Wohnungslose (40 Plätze) eine Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung sowie eine Lebenshilfe für Solche, denen die Selbständigkeit im Alltag und Miteinander schwer fällt – so genannte Messis, zum Beispiel. Darüber hinaus gilt es, 260 Hektar Ackerfläche zu bewirtschaften und ein Altenheim zu betreiben. Voraussichtlich im November wird der Bauantrag gestellt, der Letzteres als Neubau vorsieht. „Mit dem Vorhaben, das zwei große Wohneinheiten vorsieht, ist auch die Umgestaltung des Innenhofes geplant“, schilderte gestern Gerold König, Geschäftsführer des Rheinischen Vereins für Katholische Arbeiterkolonien, die neuesten Entwicklungen.

Parkähnlich aufgebaut soll so einerseits Demenzerkrankten Raum geboten werden können, andererseits ein Platz mit Dorfcharakter entstehen: Ein Einkaufslädchen, Metzgerei und Co. werden künftig auf der Grünen Wiese dafür sorgen, dass das Areal ein Zentrum bekommt. Die bisherigen 108 Pflegeheimplätze werden dem Bedarf angepasst und auf 95 reduziert, so König. Neu entstehen werde dort zudem ein Nahwärmenetz mit erweiterter Biogasanlage, um im Bereich der Energie „möglichst autark zu bleiben“, ergänzte er.

Begeistert von dem Zusammenspiel „Landwirtschaft und soziale Komponente“ zeigte sich Margret Vosseler bei ihrem Besuch, der das differenzierte Hilfesystem für in Not geratene, alkohol- oder drogenabhängige Menschen aufzeigte.

Zudem nahm sie durch Bürgermeister Ulrich Francken und ihre Station im Rathaus der Gemeinde auch ganz allgemeine Anliegen aus ihrem Wahlkreis mit: Ortskernentwicklung, Airporterfolg, Erschließung des Flughafens über die OW1 und noch einiges mehr.

Katrin Reinders

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