Masterkonzert für den Dirigenten

Kurt Kreiten, Annette Wier und Alexander Kalweit.
Kurt Kreiten, Annette Wier und Alexander Kalweit.
Foto: NRZ
Renommiertes Musikkorps der Bundeswehr spielt zum ersten Mal in Kleve

Kleve..  Es ist sicher nicht nur für ihn etwas ganz Besonderes, wenn Alexander Kalweit am Donnerstag, 28. Mai, 19.30 Uhr, in der Klever Stadthalle den Stab des Dirigenten in die Hand nimmt. Denn dirigieren wird der Musiker mit dem Musikkorps der Bundeswehr ein 75-köpfiges, international renommiertes Ensemble, das in der ganzen Welt unterwegs und zum ersten Mal in Kleve zu Gast ist. Der 26-Jährige absolviert am Konzertabend außerdem seine Abschlussprüfung zum Master.

Neben der Auswahl der musikalischen Literatur für den Abend gehörte auch die Organisation eines Konzertes zu den Prüfungsvoraussetzungen. Ein schöner Zufall wollte es, dass Kalweit während seines Studiums an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf unter anderem von Musikprofessor Boguslaw Jan Strobel unterrichtet wurde. Auf diese Weise kam nicht nur der Kontakt nach Kleve zustande, sondern auch zur hier tätigen Gesellschaft für internationale Beziehungen (GiB). Neben anderen Aufgaben organisiert die Gesellschaft auch den Internationalen Musiksommer im Campus Cleve auf dem Gelände der Wasserburg Rindern, dem jährlichen Meisterkurs für Klavierstudenten aus der ganzen Welt, dessen Kurator Strobel ist. Dieser stellte die Verbindung her, nun sitzt die Stadt Kleve als Veranstalter des Masterkonzertes mit im Boot – sie stellt die Stadthalle zur Verfügung – der Erlös des Abends fließt an die GiB zur Förderung des Musiksommers (Konzerte des Musikkorps der Bundeswehr sind immer Benefizkonzerte). „Das Konzert selbst“, sagt Alexander Kalweit, „sollte einen Bezug zum Veranstaltungsort, aber auch zum Klaviersommer herstellen.“ So konnte der angehende Kapellmeister des Musikkorps den aus der Ukraine kommenden Pianisten Vasyl Humnytskyy als Solisten gewinnen. Auf dem Programm des Konzertes steht im ersten Teil die Festspiel-Ouverture für Konzertblasorchester (Kamilló Lendvay), der Wolhynische Marsch (Karl Möller), das Konzert in C-Dur für Klavier und Orchester (Leroy Anderson) sowie das Stück Cuba von Stephen Melillo. Den zweiten Teil eröffnet Wilhelm Wieprechts Triumphmarsch. Es folgt Ottorino Respighis Pini di Roma aus der Römischen Trilogie. „Die Musiker“, findet Dr. Kurt Kreiten, Vorsitzender der Gesellschaft für internationale Beziehungen, „haben ein großes Publikum verdient.“