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Marden, Spalletti, Katz

16.01.2009 | 17:26 Uhr

Museum Kurhaus Kleve wartet 2009 gleich mit drei namhaften Künstlern auf.

KLEVE. Es wird ein Defilée der Hochkaräter, mit dem Museum Kurhaus Kleve in diesem Jahr aufwartet. Die Namen kann man sich auf der Zunge zergehen lassen: Brice Marden, Ettore Spalletti, Alex Katz.

Sie alle haben eines gemeinsam: Jeder von ihnen ist eine herausragende Künstlerpersönlichkeit, die prägenden Einfluss auf die Kunstszene in ihrem jeweiligen Land ausübt. So gehört der Amerikaner Brice Marden, mit dem das Kurhaus ab 1. Februar den Reigen der namhaften Künstler eröffnet, zu den weltweit führenden Malern.

„Mit dieser Ausstellung haben wir die Grenzen unserer Möglichkeiten erreicht”, gestand Museumsleiter Guido de Werd bei der Vorstellung des Jahresprogramms. Die Arbeiten Mardens seien nur schwer zu bekommen. Schließlich stellt der 1938 in Bronxeville, New York, geborene Künstler unter anderem im Museum of Modern Art in New York und in der Nationalgalerie Berlin aus. Durch eine Kooperation mit dem Museum Wiesbaden kommt die Kunst Mardens nun als zweite Station nach Kleve. Neben den 120 Druckgrafiken aus Wiesbaden zeigt das Kurhaus außerdem eine kleine Gruppe von Gemälden, Leihgaben aus London und Zürich.

Die zweite große Ausstellung ist dem Italiener Ettore Spalletti gewidmet (ab 24. Mai). Der „Grenzgänger zwischen Malerei und Skulptur” fasziniert mit seinen hauchzarten, delikaten Arbeiten. Das Museum zeigt die erste museale Einzelausstellung Spallettis in Deutschland seit 25 Jahren. Seine Kunst fußt auf zwei Säulen. Zum einen schafft Spalletti abstrakte und minimalistische Werke, zum anderen erinnert seine Arbeit an die Malerei der Renaissance, an die Farbgebung etwa eines Piero della Francesca. Im Kurhaus wird Spalletti Farbräume „errichten”.

Räumlich an seine Grenzen stoße das Kurhaus mit Alex Katz, so de Werd. Und spricht damit die durchweg großformatigen Arbeiten an, die in Kleve gezeigt werden. Der 1927 in Brooklyn, New York, geborene Künstler gehört seit einem halben Jahrhundert zu den führenden Vertretern figürlicher Malerei in Amerika. „Katz stand seit zehn Jahren auf unserer Wunschliste”, verriet de Werd. Möglich geworden sei diese Werkschau durch eine Initiative des Sara Hildén Kunstmuseums im finnischen Tampere und des Musée de Grenoble in Frankreich. „Die Ausstellung ist eine Sensation”, unterstrich der Museumsleiter. Zu sehen ist eine repräsentative Werkschau mit rund 40 neuen, bisher noch nicht gezeigten Arbeiten aus der Zeit von 1959 bis 2008.

Mit im Programm ist die kleine feine Präsentation der Graphik-Editionen der 1999 gegründeten niederländischen Stiftung Signature unter anderem mit Arbeiten von Cees Andriessen, Armando, Wouter van Riessen und Carel Visser (ab 8. März).

Claudia Gronewald

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