Mahnung für den Frieden
08.11.2010 | 17:53 Uhr 2010-11-08T17:53:00+0100
Weeze. Der Ginkgo am Eingang zur Kriegsgräberstätte in Weeze ist nun ziemlich genau zehn Jahre alt. Vor zehn Jahren pflanzte der damalige Ministerpräsident Wolfgang Clement den ostasiatischen Baum als Mahnung für den Frieden.
Damals wurde das 50-jährige Jubiläum der Einweihung der Kriegsgräberstätte durch Bundespräsident Theodor Heuss 1950 gefeiert. Nun jährt sich dieses zum 60. Mal. Zur Feier des Tages findet die zentrale Landesfeier des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge (VDK) in Weeze statt.
Zum Gedenken wird am Samstag um 15.15 Uhr ein Kranz an der Kriegsgräberstätte nieder gelegt, um 16.15 Uhr beginnt die Landesfeier in der Cyriakuskirche, bei der Landtagspräsident Eckhard Uhlenberg und NRW-Innenminister Ralf Jäger die Festreden halten.
Persönliche
Beziehungen
„Wir freuen uns, dass die Landesfeier in Weeze ist“, sagt Bürgermeister Ulrich Francken, „und wir freuen uns über viele Menschen. Und viele Weezer haben sehr persönliche Beziehungen zum Friedhof.“
Die Kriegsgräberstätte an der Uedemer Straße wurde im vergangenen Jahr mächtig heraus geputzt. Für knapp 400 000 Euro wurden die Grabplatten an den insgesamt 2011 Gräbern erneuert, die Anlage im Bereich der Hochkreuze überarbeitet, der Vorplatz neu gestaltet, die Bepflanzung ergänzt und vor allem der Eingangsbereich zur Uedemer Straße hin geöffnet und neu gestaltet.
Nun zieren die alten Sandstein-Grabplatten den Eingangsweg in sogenannten Gambionen. In diesen Drahtkörben wurden die originalen Grabplatten gestapelt und dienen nun als Landmarken sowie mit dem Schriftzug „Unbekannt“ als Mahnung für den Frieden. Am Treppenaufgang zur Stätte wurden drei große grüne Kreuze aus Pflanzen arrangiert.
„Das ist ein echtes Kleinod geworden“, staunte gestern auch Wolfgang Held vom VDK. Und die Kriegsgräberstätte wird noch stimmungsvoller werden. Ab Donnerstagabend sind die beiden kleinen Gedenkkapellen beleuchtet. Wer zur Kranzniederlegung am Samstag kommen möchte, kann ab 15 Uhr Shuttlebusse vom Cyriakusplatz zur Kriegsgräberstätte nutzen.
0mitdiskutieren