LVR investiert in Bedburg-Hau

So soll die neue Klinik aussehen.
So soll die neue Klinik aussehen.
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Großes Stationsgebäude wird für knapp 22 Millionen Euro errichtet. Weitere Investitionen in die psychiatrischen Kliniken werden folgen

Bedburg-Hau..  Der LVR-Klinikstandort in Bedburg-Hau wird in den kommenden Jahren umfangreich erneuert. Am Mittwoch beschloss der Krankenhausausschuss des Landschaftsverbandes die Freigabe für den Neubau eines neuen Stationsgebäudes. Der Landschaftsverband wird 21,9 Millionen Euro in das Krankenhaus für psychiatrische und gerontopsychiatrische Patienten investieren. Der Neubau ist nach der neuen Forensik die mit Abstand größte Investition in Bedburg-Hau.

Weitere 20 Millionen Euro werden in den kommenden Jahren in die Modernisierung der bestehenden Krankenhaus-Gebäude gesteckt. So soll das Haus 44, eine Spezialklinik für psychisch kranke und geistig behinderte Menschen, saniert werden. Auch das Bettengebäude der Forensik steht auf der Agenda sowie die Kinder- und Jugendpsychiatrie. Darüber hinaus wird auch das Kraftwerk erneuert: 1,5 Millionen Euro sollen in neue Technik investiert werden.

Wardtbergklinik entfällt

Das neue Stationsgebäude wird die jetzige Wardtbergklinik ersetzen. „Das Gebäude entspricht nicht mehr den heutigen Standards und wir hätten hier erhebliche Investitionen tätigen müssen“, sagte Stephan Lahr, der kaufmännische Direktor der LVR-Klinik in Bedburg-Hau. Ein Neubau sei günstiger und werde dann auch den modernsten Anforderungen in der Psychiatrie gerecht. Der Gebäudekomplex soll am Johan-van-Aken-Ring errichtet werden, in der Nähe zur Föhrenbachklinik. Das Haus wird mit 78 Betten, 12 Tagesklinikplätzen und einer Ambulanz etwas kleiner als die bestehende Wardtbergklinik. Denn: „Wir werden auch in Geldern eine psychiatrische Abteilung errichten, mit 28 Betten, 12 Tagesklinikplätzen und einer Ambulanz“, sagt Lahr. Der Gebäudekomplex soll aus zwei kompakten Baukörpern bestehen: dem Eingangsgebäude und dem eigentlichen Stationsgebäude. Im dreigeschossigen Eingangsgebäude werden sich der Haupteingang, die allgemeine Ambulanz und die Notaufnahme befinden sowie in der ersten Etage die gerontologische Tagesklinik mit 12 Plätzen und in der zweiten Etage ein Verwaltungsbereich. Der Haupteingang wird zentral im neuen Eingangsgebäude angelegt und über einen neu angelegten Vorplatz gut erreichbar sein.

Baubeginn im nächsten Jahr

Das Eingangsgebäude dient als Verbindung zwischen der Föhrenbachklinik (Haus 42) und dem neuen Stationsgebäude. Dort sind vier allgemeinpsychiatrische Stationen (Psychiatrie I und II) untergebracht: zwei Stationen mit je 18 und 19 Betten sowie 2 Krisenzimmer sowie zwei Stationen mit je 20 und 21 Betten. Der Neubau wurde bereits 2011 beschlossen und jetzt wurden die nötigen Gelder dafür frei gegeben. Stephan Lahr geht davon aus, dass im kommenden Jahr der Baubeginn erfolgt und Ende 2017 das Haus übergeben werden kann. In der neuen Klinik werden Menschen mit psychiatrischen Problemen behandelt, ältere Patienten mit demenziellen Erkrankungen und Menschen, die an Suchtproblemen oder Psychosen leiden. Realisiert wird der Neubau vom LVR Gebäude- und Liegenschaftsmanagement in Zusammenarbeit mit einem Architektenbüro. Aktuell realisiere man die Feinplanung, so Lahr. Für die Klinik sei es wichtig, dass man nun einen gemeinsamen Eingang mit der Neurologie bekomme und damit auch die Besucherströme besser lenken könne.