Liebfrauen ohne Denkmalschutz
22.01.2009 | 00:04 Uhr 2009-01-22T00:04:00+0100Acht Gocher Kirchen, jedoch nicht die Liebfrauen-Institution, stehen unter Denkmalschutz. Der wäre für die Umnutzungsideen auch eher hinderlich, sagt Pastor Günter Hoebertz.
GOCH. Umnutzung der Liebfrauenkirche – und was sagt der Denkmalschutz dazu? Kein Problem. Denn: Die Gocher Liebfrauenkirche taucht nicht auf in der Denkmalliste für Baudenkmäler der Stadt Goch. „Dieses Gebäude steht nicht unter Denkmalschutz”, bestätigte Stadt-Pressesprecher Torsten Matenaers auf NRZ-Anfrage.
„Das wäre auch nicht gut”, weiß Gochs St.-Arnold-Janssen-Pastor Günter Hoebertz. Damit wäre der Abriss des Gebäudes nämlich besiegelt, weil eine derartige Umnutzung (Kita und Gemeindezentrum) bei einer denkmalgeschützten Kirche nicht in Frage käme. „Da bleibt nur zu hoffen, dass niemand auf die Idee kommt, Liebfrauen unter Denkmalschutz zu stellen.”
Eben diesen „Schutz” genießen wohl aber zahlreiche andere Gotteshäuser in der Weberstadt: Gleich acht Kirchen und einige Pfarrhäuser in Hülm, Hommersum, Kessel, Pfalzdorf und der Gocher Innenstadt unterstehen diesem.
Darunter auch die Hauptkirche der St.-Arnold-Janssen-Pfarre, Maria-Magdalena. Seit 1982 ist die im 16. Jahrhundert erbaute Kirche in der Denkmal-Liste eingegtragen. Dieser Schutz soll dafür sorgen, dass (historische) Gebäude in ihrer ursprünglichen Form erhalten bleiben, nicht verfälscht, beschädigt oder gar ganz zerstört werden. Letzters kommt für Pastor Günter Hoebertz und sein Kirchenvorstands-Team auch überhaupt nicht in Frage, wenngleich das Bistum Münster einen Abriss für wahrscheinlich hält.
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