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Stadthalle

Licht und Luft fürs Kulturhaus

20.05.2011 | 17:22 Uhr
Licht und Luft fürs Kulturhaus
Foto: Johannes Kruck

Kleve.Jetzt wird es aber Zeit für neue Fotos auf der Internetseite der Stadt Kleve. Wer so eine schicke Stadthalle hat, sollte damit trumpfen. In nur zwölf Monaten wuchs ein Schwan zu Füßen der Schwanenburg aus dem grauen Entlein Baujahr 1965, das zwar immer schon nett war, aber nun zu Eleganz reifte.

Die Renovierungsfähigkeit und -würdigkeit hatte man überprüft, erzählte Baudezernent Jürgen Rauer gestern beim Rundgang. Und man stellte fest: Die Möglichkeiten, die das Haus bietet, wären in einem Neubau anderswo nicht mehr bezahlbar. Eine solche Bühnentechnik mit Hubbühne leisten sich nur wenige Veranstaltungshäuser, eine so gute Akustik, die hochfahrbare Wand zum Foyer hin. Auch die zeitlose architektonische Formensprache lohnt sich zu erhalten und energetisch aufzupolieren, plus Schallschutz, Sonnenschutz, zeitgemäßem Brandschutz, mehr Fluchtwegen in jede Richtung.

Leicht sind die hoch-dämmenden Materialien für die roten Fassadenelemente, die die schweren Keramikplatten ersetzen. Viel Glas sorgt im neuen, angebauten Foyer für Transparenz. Der obere Teil der Trennwand innen wurde aufgebrochen, lässt Tageslicht ein. Wände vor Kopf wurden mit Glas geöffnet. Türen tragen die Gravur „Kultur, Erlebnis, Lachen, Weinen, Liebe“.

Der schon denkmalwerte Fußboden blieb, behielt mitsamt den zeitlosen Bauhaus-Möbeln den eigenen Charme. „Nur für die Decke könnte ich mir etwas Neues vorstellen“, sagt Rauer. Der Innenausbau ist eine Finanzfrage.

Den Impuls für diese Investition verdankt die Stadt Kleve dem Konjunkturpaket II des Bundes, aus dem 1,9 Millionen Euro für die 2,5-Millionen-Investition flossen.

Apropos fließen: Der Kermisdahl steht kaum 20 Meter vor dem neuen Eingang und ist trotzdem nicht zu sehen. Das wird sich ändern. Das Ufer wird in den nächsten Jahren neu gestaltet, die Straße bleibt nicht Verkehrsfläche. Die gestalterische „Kette“ setze sich logisch fort, sagte Rauer: ab Hochschule über Opschlag und Spoykanal.

Auch an der Eingangsseite des Restaurants „Schwanenstuben“ wird sich etwas tun: Die bescheidene Wiese mit herrlichem Blick zur Schwanenburg könne Terrasse und Außengastronomie für diesen Restaurant-Ausbildungsbetrieb des Theodor-Brauer-Hauses (mit exquisiter Speisekarte) werden, überlegen Architekt Jochen Kleemann und Verwaltung. Die Stadt kaufte übrigens auch die daneben liegenden Wohnhäuser. Im Laufe von fünf bis zehn Jahren könne sich das ganze Areal verschönern.

Astrid Hoyer-Holderberg

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