Lebensgarten mit Prinzessinnen

Kaltblutstute Ella zog die Kinderprinzenpaare sicher durch Uedems Straßen.                                       Foto: Anke Gellert-Helpenstein
Kaltblutstute Ella zog die Kinderprinzenpaare sicher durch Uedems Straßen. Foto: Anke Gellert-Helpenstein
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Kinderkarnevalszug begeisterte am Veilchendienstag große und kleine Uedemer. Bonbons, Luftballons und mehr erfreuten die Sammlerherzen

Uedem..  Ella schnaufte freudig. Die fröhlichen Töne aus den Reihen der Musikanten verrieten dem erfahrenen Kutschpferd, dass sich der Kinderkarnevalszug in Bewegung setzte. Und das kann die deftige Fuchsstute aus dem Stall Verhasselt bestens: Ziehen! Auch gestern konnten sich die kleinen Hoheiten aus den drei Kindergärten im Planwagen geborgen fühlen. Aus dem Kindergarten Kunterbunt waren das Leon und Alysha van Elten, aus dem Kindergarten St. Franziskus Joel Esser und Mia Gipmann und aus dem Lebensgarten zwei Prinzessinnen: Imke de Jong und Ina Voß.

Traditionell ist der Karneval in Uedem erst perfekt, wenn am Veilchendienstag die Jungen und Mädchen aus den Kindergärten durch die Straßen der Schüsterkengemeinde ziehen. Begleitet auch gestern wieder von vielen Eltern, Geschwistern, Großeltern, ErzieherInnen, den Fidelitas-Aktiven und den freiwilligen Helfern aus den Reihen der Feuerwehr. Kunterbunt oder als Zirkustiere und -akteure, leuchtend glitzernd oder eben als Prinzen und Prinzessinnen verkleidet: Alle Kindergärten hatten sich viel Mühe gegeben, um große Kinderaugen zum Staunen und die vielen Zuschauer am Straßenrand zum Jubeln zu kriegen.

Die Fidelitas-Minis hatten sich in Indianerkostümen um ein Mini-Tipi versammelt, die Teenies präsentierten irische Folklore und die Knöllekes sowie das Knollenballett zogen im Gardekostüm mit. Erstmals seit einigen Jahren waren auch wieder Jungen und Mädchen der Uedemer Geschwister-Devries-Grundschule dabei. Eine gemischte Gruppe aus den Klassen 1 bis 3 hatte sich gefunden und zog bunt verkleidet als freche Früchtchen mit. Üppig geworfene Süßigkeiten, Backwaren und andere kleine Überraschungen taten ihr Übriges, um für gute Stimmung während des Umzugs durch Uedem zu sorgen. Denn im Gegensatz zu all den sonnigen närrischen Tagen zuvor, schien es, als hätte Petrus am Veilchendienstag einen Kater gehabt: Der Himmel war grau und verhangen und es nieselte teilweise leicht. „Egal“, erklärte ein Indianer der Fidelitas-Minis, „Hauptsache es regnet nicht wirklich.“ Manitu erhörte seinen Wunsch und beließ es beim Nieselregen.