Landwirt greift Veterinäramts-Mitarbeiter mit Eisenstange an

In Uedem-Keppeln soll ein Landwirt zwei Mitarbeiter des Kreisveterinäramtes mit einer Eisenstange angegriffen haben.
In Uedem-Keppeln soll ein Landwirt zwei Mitarbeiter des Kreisveterinäramtes mit einer Eisenstange angegriffen haben.
Foto: Andreas Gebbink
Was wir bereits wissen
Der Landwirt eines Schweinemastbetriebes in Uedem soll zwei Mitarbeiter des Kreisveterinäramtes mit einer Eisenstange angegriffen haben. Die Polizei ermittelt.

Uedem.. Vor Wut die Sicherungen durchgebrannt sind offenbar einem 44-jährigen Landwirt von einem Uedemer Schweinemastbetrieb. Wie die Polizei Kleve mitteilt, soll der Bauer bei einer angemeldeten Betriebskontrolle des Kreisveterinäramtes auf eine 29-jährige Mitarbeiterin der Behörde und ihren 42-jährigen Kollegen mit einer Eisenstange losgegangen sein. Als die beiden Kontrolleure den Landwirt auf Missstände in seinem Betrieb aufmerksam machten, schlug dieser der 29-Jährigen unvermittelt auf den Kopf.

Die Mitarbeiterin erlitt eine Platzwunde, flüchtete aus dem Stall und rief über den Notruf 110 die Polizei. Daraufhin ging der Landwirt auf den 42-jährigen Mitarbeiter des Veterinäramtes los und prügelte mit der Eisenstange auf ihn ein. Als auch er aus dem Stall fliehen konnte, setzte der Landwirt nach und schlug dem Mann mehrfach auf Arme und Beine. Unterdessen machte die 29-Jährige die Polizei winkend am Straßenrand auf sich aufmerksam, die sechs Minuten später am Einsatzort eintraf. Auf dem Hof kam den Beamten der 42-Jährige von Blessuren gezeichnet entgegen, während der Landwirt zurück ins Haus gelaufen war. Dort ließ er sich von den Polizisten widerstandslos festnehmen.

Arm- und Ellenbogenfraktur und Kopfplatzwunde

Beide Mitarbeiter des Veterinäramtes wurden mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Die 29-Jährige konnte nach ambulanter Behandlung entlassen werden, wohingegen ihr Kollege mit einer Arm- und Ellenbogenfraktur sowie mehreren Prellungen und einer Kopfplatzwunde zunächst im Krankenhaus verbleiben musste. Die Geschädigten werden durch den Opferschutz der Polizei betreut. Die Spurensicherung am Tatort dauert an, die Polizei ermittelt nun wegen gefährlicher Körperverletzung gegen den Landwirt.

Der Kreis Kleve zeigte sich betroffen von den Vorfällen, wollte aber am Mittwoch keine Stellung dazu beziehen. „Wir wünschen den beiden Mitarbeitern von dieser Stelle aus alles Gute. Die nächsten Schritte hängen von den weiteren Ermittlungen und auch den Berichten der beiden Mitarbeiter ab“, erklärte Jürgen Pastoors, stellvertretender Sprecher des Kreises Kleve. Für eine umfassende Einordnung sei es noch zu früh.