Landesjugendamt prüfte Astra

Das Jugendzentrum Astra in Goch.
Das Jugendzentrum Astra in Goch.
Foto: Anne Wohland
Was wir bereits wissen
Für eine viergruppige Kita wäre das Hauptgebäude des Gocher Jugendzentrums geeignet, wenn massive Umbauten bis August erfolgen

Goch..  Zum Kickern war die Delegation vom Landesjugendamt, der Unfallkasse NRW und des Gocher Jugendamts samt Architekt am Dienstag nicht ins Astra gekommen. Es war die zügige Durchführung einer Prüfung, die Gochs Bürgermeister Karl-Heinz Otto den Dienstag zuvor im Jugendhilfeausschuss als Lösung für 100 fehlende Ü3-Kitaplätze skizzierte.

Innerhalb einer Woche könne den Fraktionen konkreteres (Umbauplan/Kosten) vorgestellt werden, sagt Otto damals (woraufhin Vermögensbetriebechef Wolfgang Jansen widersprach). Eine Woche später ist zumindest der Rahmen vorgegeben, wie die Räume für die Kitakinder pädagogisch sinnvoll umgebaut werden müssen, sagt Till Döring. „Weil der Architekt bei dem Treffen dabei war, lässt sich das synchronisieren: Der Architekt übersetzt die Vorgaben in Architektur.“, formuliert es der Pressesprecher des Landesjugendamtes. Außerdem habe sich der Architekt vorab Gedanken gemacht, wie Räume für vier Kita-Gruppen aussehen könnten, welche Wände dafür wegmüssten. Das sei im Grunde normales Prozedere.

Eine Art Kernsanierung

Nicht grundsätzlich sei die Unfallkasse bei einer Erstbegehung einer umzuwidmenden Räumlichkeit dabei, gucke sich oft erst später um. Sie hat alle Sicherheitsauflagen im Blick, für spielende Kinder und arbeitende Erzieher. Die frühe Begehung ist dennoch praktisch, so sind dem Gocher Jugendamt absolut alle Vorgaben bekannt. Der Architekt gießt daraus einen veränderten Umbau-Vorschlag, hier steht man in ständigem Austausch. Die Liste der einzelnen Arbeiten ist lang

Angebaut werden muss an das Hauptgebäude des Astra jedenfalls nicht, will man dort vier Kitagruppen unterbringen. „Der Platz reicht“, sagt Döring. Aber: eine Art Kernsanierung steht an, viele Wände müssen weg und an anderer Stelle neu entstehen, um die nötige Aufteilung (Gruppen-/Ruhe-/kindegerechter Sanitär-/Personalräume) hinzubekommen.

„Unser Auftrag ist das Kindeswohl. Darum muss am 1. August die Sicherheit der Kinder gewährleistet sein“, sagt Döring auf die Frage, ob alle Arbeiten bis zum Beginn des Kitajahres komplett fertig sein müssten. „Die Umbauten müssen abgeschlossen sein. Was benutzt wird, muss fertig sein“, sagt Döring. Nur Kleines, wie das Verrücken eines Spielgerätes, könne noch anstehen. Der Zaun rundherum, auch in Abgrenzung zum Astra (so es in die hinteren Gebäude auf dem Gelände zieht) muss da sein: „Ein offenes Miteinander“ mit dem Jugendzentrum könne es nicht geben, so Döring.