Kritik am treppenreichen Opschlag
10.05.2007 | 00:50 Uhr 2007-05-10T00:50:38+0200STADTENTWICKLUNG. Klever Unterstadt-Plan sorgt in Rat und Bauausschuss für Diskussionen. Keine Zeit für eine Bedenkzeit.
KLEVE. Recht heftig war's vorgestern im Rat hergegangen, kritisch ging es gestern im Bauausschuss weiter: An den treppenreichen Ausbauplänen für die Straße Opschlag am Spoykanal (die NRZ berichtete ausführlich) scheiden sich die Geister. CDU und FDP sind dafür, genau zu diesem Zeitpunkt sei es richtig, befand Erika Huth (CDU), weil ja noch Bahnhof und Minoritenplatz folgen.
Die SPD wünschte nur mehr Grün, die Gestaltung sei "zu stark verdichtet", aber sie bat: Man solle den Beschluss bis nach dem Innenstadtkonzept im Frühjahr 2008 aufschieben. Den Spoykanal könne man auch so jetzt entschlammen.
Harsch äußerte Jeanette Schneeberger (fraktionslos) ihre Meinung: Der Plan sei "ein Albtraum - Aida mit Treppen in niederrheinischem Ziegel".
Sachlich und konkret war die Kritik der CDU-Koalitionskollegen, der Grünen: Wolfgang Hähn fand es "nicht ungebührlich", nach der Planvorstellung im Januar nun im Mai Stellung zu beziehen. Die Ziele des Planes seien utopisch, nicht erreichbar. 1. Freizeit: Dafür sei der Standort ungeeignet. 2. Gastronomie: Vorhandene Gaststätten seien froh zu überleben, eher im Hafen sei Potenzial. 3. Erhöhung der Aufenthaltsqualität: Keine Verbesserung, zu viel Stein, zu wenig Grünes. 4. Belebung des Spoy-Centers: Das müsse von der Spoy ausgehen. "Es ist völlig verfehlt, das mit 1,1 Millionen Euro öffentlicher Investitionen aufwerten zu wollen". 5. Anbindung der Herzogstraße: Das Wichtigste, aber positive Aspekte bringe nicht der Opschlag, sondern eine Bebauung der Brücke. Hähn wünschte ein "Gedankenpause".
Baudezernent Jürgen Rauer stellte sich vor seinen Mitarbeiter, den Opschlag-Planer Martin Barnat. Rauer erinnerte, dass der Plan bei der Bürgerversammlung im März positiv aufgenommen worden sei. Nur mehr Grün wurde gefordert. Wichtig sei ein Beschluss jetzt, um vorzuplanen fürs Frühjahr 2008. Man wolle keine zwei Großbaustellen (weitere Unterstadt). Die Fraktionen beraten noch einmal intern.
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