Kreuzung ist im Blickpunkt

Am Montagabend gab es erneut einen Unfall an der Kreuzung Tweestrom, Klever Ring, Landwehr.
Am Montagabend gab es erneut einen Unfall an der Kreuzung Tweestrom, Klever Ring, Landwehr.
Foto: NRZ
Schon wieder gab es einen Linksabbiegerunfall an der Kreuzung am ehemaligen Hotel Cleve. Jetzt sollen die Ampeln neu eingestellt werden

Kleve..  Es ist eine unangenehme Kreuzung. Wer am ehemaligen Hotel Cleve von Rindern kommend ins Gewerbegebiet am Tweestrom abbiegen möchte, der hat seine liebe Müh, den Gegenverkehr richtig zu erkennen. „Man muss sich rantasten“, sagt Verkehrsplaner Christian Seißer von der Stadt Kleve, der die Verkehrssituation in diesem Kreuzungsbereich seit längerem genau beobachtet, weil es hier im vergangenen Jahr vier Unfälle mit Linksabbiegern gegeben hat. Am Montagabend rappelte es erneut.

Eine 64-Jährige Frau aus Kleve wollte mir ihrem Opel Corsa aus Richtung Rindern kommenden abbiegen und übersah dabei einen 22-jährigen Motorradfahrer aus Goch. Sowohl der Motorradfahrer, als auch die Autofahrerin und der 10jährige Beifahrer wurden verletzt und mussten mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden.

Die problematische Lage ist auch den verantwortlichen Verkehrsplanern bewusst. Am 24. Februar hat sich die Unfallkommission des Kreises Kleve mit diesem Thema beschäfigt.

Kommission berät

In der Kommission befinden sich Vertreter der Polizei, des Straßenbaulastträgers – in diesem Falle Straßen.NRW – und der örtlichen Verkehrsbehörde, also die Stadt Kleve. Die Kommission kam überein, sich noch einmal mit der Ampelschaltung der Kreuzung zu beschäfigten.

Die Stadt Kleve hat daraufhin einen Verkehrsingenieur beauftragt, der bereits eine „Grundplanung“, so Christian Seißer, erstellt hat. Im Juni wird es in Kleve dann erneut ein Gespräch zwischen der Stadt, dem Fachingenieur und Straßen.NRW geben. Wie die Veränderung der Ampelschaltung aussehen wird, konnte Seißer gestern noch nicht sagen. Da müsse man erst die fachliche Meinung des Ingenieurs hören.

In der Regel seien es ortskundige Klever, die in die Unfälle verwickelt sind, so Seißer. Ortsfremde würden vorsichtiger in die Kreuzung hineinfahren. Zudem gibt es für Linksabbieger zwei Hinweisschilder, dass man auf den Gegenverkehr achten muss.

„Seit einem halben Jahr hat es auch keinen Unfall mehr gegeben“, betont Seißer. Er geht davon aus, dass die Autofahrer mittlerweile um die neue Situation wissen und sich entsprechend anpassen. Trotzdem bleibt das Problem, dass man den Gegenverkehr schlecht erkennt. Einen grünen Pfeil wolle man nicht anbringen, da sonst der Verkehr zwischen den Kreuzungen Hotel Cleve und Swertz zu schlecht abfließe.

Möglicherweise kann eine längere Grün-Phase für den Linksabbiegerverkehr das Problem an der Kreuzung doch noch entsprechend entschärfen.

EURE FAVORITEN IN DIESER STUNDE