Kreispolitiker sollten Statistik gut lesen

Kreis Kleve..  Die neueste Auswanderungs- und Integrationsstatistik des NRW Arbeitsministeriums bestätige die Notwendigkeit für die Schaffung eines „Kommunalen Integrationszentrums“ (KIZ) im Kreis Kleve, so die Gewerkschaft Bildung und Erziehung. Laut Statistik leben 36 000 Ausländer im Kreis Kleve, davon 32 500 aus Europa. Neben den vielen Niederländern, die nicht besonders aufgeführt wurden, bilden 8000 Polen, 1450 Türken und 900 Italiener die größten Gruppen. 3450 Menschen kommen aus dem außereuropäischen Ausland, 775 aus Afrika, 2116 aus Asien, 13 aus Australien und 387 aus Amerika. 22 000 Deutsche im Kreis Kleve haben einen Migrationshintergrund.

„Auch wenn Landrat, CDU und FDP den Antrag auf Errichtung eines KIZ ignorieren, sollten sie die Statistik intensiv lesen. Es fällt ohnehin schwer nachzuvollziehen, die 270 000 Euro vom Land für diese Maßnahme ohne Begründung abzulehnen“, kommentiert Walter Seefluth von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) die Lage. Mehr als jedes 10. Kind an Grund- und Hauptschulen lebt in einer ausländischen oder Aussiedlerfamilie. An den allgemeinbildenden Schulen einschließlich Berufskolleg beträgt der Satz über 6 Prozent.