Kreisel für Van-Aken-Ring doch nicht beantragt

Bedburg-Hau..  Am Van-Aken-Ring geht’s rasant zu. In mehreren Bauausschusssitzungen debattierten die Fraktionen der Gemeinde darüber, was sich tun lasse. Denn wer auf dem (Viertel-)Ring zwischen der Saalstraße und der Kalkarer Straße unterwegs ist und geradeaus über die Uedemer Straße will, muss warten. Dort konnten Autofahrer lange Zeit mit zulässigen 70 Sachen über die Landstraße auf die Gemeinde zufahren. Da hatte ein an der Haltelinie stehendes Autos wenig Chance, die wenigen Meter über die Landstraße zu schaffen.

Vergangenen Herbst schaute sich die zuständige Kreisunfallkommission die Stelle an, weil die Gemeinde darum gebeten hatte. „Die Unfallkommission hat das zulässige Tempo auf 50 kmh runtergesetzt“, erinnert Bauamtsleiter Dieter Henseler an das damalige Ergebnis. Die neuen Schilder stehen längst.

Nun forderte FDP-Fraktionschef Michael Hendricks in der jüngsten Ratssitzung bei der Etatdebatte folgendes: Es sollten Mittel in den Haushalt eingestellt werden, um Vorplanungen/Kalkulationen für den Bau eines Kreisverkehrs an der Uedemer Straße/ Johann-van-Aken-Ring durchführen zu können. Alternativ sollen die Kosten für den Bau einer Ampelanlage gegenübergestellt werden.

Gestellt wurde der Antrag am Ende von der FDP dann doch nicht. Die Reaktionen auf den Prüfantrag bei den anderen Fraktionen waren eindeutig: dagegen. Es wird also nichts geprüft, nichts auf Initiative der Gemeinde aktuell neu mit der Unfallkommission beredet.

Was aber gar nicht heißen muss, dass diese Lösungsidee nicht doch einst an der Kreuzung gebaut wird.

„Wie gesagt, die Unfallkomission war im Herbst vor Ort und hat das Tempo reduziert“, klärt Henseler auf, „zunächst wird jetzt abgewartet, wie sich die Temporeduzierung auswirkt.“ Zu einem späteren Zeitpunkt kommt es dann zu einer Kontroll-Ortsbegehung. Sollte der Unfallpunkt weiterhin bestehen, wird der zuständige Landesbetrieb Straßen.NRW (der für alle Landstraßen, also auch die Uedemer Straße zuständig ist) weitere Maßnahmen vorschlagen. Gleich was die Unfallkommission bei der nächsten Begehung vorschlägt, ob vielleicht einen Kreisel oder eine Ampel, alle Kosten trägt der Straßenbesitzer – das Land.