Kleverin trauert still um Michael Jackson
07.07.2009 | 18:46 Uhr 2009-07-07T18:46:00+0200
Kleve. Irene Lennartz war schon Fan, da sang Michael Jackson noch bei den Jackson Five. Abschied nimmt die Kleverin lieber ohne den ganz großen Trauer-Trubel. Mit ihrem Fanclub will sie trotzdem weitermachen.
Am liebsten würde Irene Lennartz überhaupt nichts von all dem Trauer-Trubel um Michael Jackson mitbekommen. Wahrscheinlich hätte sie nicht einmal den Fernseher eingeschaltet. Der Tod des „King of Pop” ist für sie schon traurig genug. Aber so gar nichts tun? „Geht ja irgendwie auch nicht”, sagt Frau Lennartz. Also ist sie zu ihrer Bekannten nach Köln gefahren. Nicht, um mit ihr und vielen anderen vor dem Dom Abschied zu nehmen, sondern, um eben doch fernzusehen.
Irene Lennartz ist 1. Vorsitzende von „Knight of Light”, Ritter des Lichts, eine Art Fanclub. Der hatte mal um die 30 Mitglieder. Jetzt sind sie noch zu zweit, die Bekannte von Irene Lennartz und sie selbst. Mit dem Tod von Michael Jackson hat der Schwund allerdings überhaupt nichts zu tun. Das ist eine andere Geschichte.
Ohne rosarote Brille
Die Geschichte der Begeisterung der Kleverin Irene Lennartz für den Amerikaner Michael Jackson beginnt, da war sie gerade einmal sechs Jahre alt, und Michael Teil der Soul-Band Jackson Five. „Ich verstand ja gar kein Wort Englisch”, erinnert sich die 42-Jährige, „aber auf Michaels Stimme habe ich immer gewartet.”
Losgelassen hat sie diese Stimme seitdem nie wieder. Auch weil aus dem Jungen mehr und mehr ein Superstar ungeahnten Ausmaßes wurde. So richtig entfacht ist die Leidenschaft für Michael Jackson bei Irene Lennartz in einem Klever Fitnessstudio. Die Trainerin war Mitglied in einem Fanclub, da machte Irene Lennartz dann auch bald mit.
„Wir sind keine fanatischen Fans.” Das zu betonen, ist Irene Lennartz wichtig. Man sehe nicht alles, was mit Jackson zu tun hat durch die rosarote Brille und übe auch Kritik. „Wenn sie berechtigt ist.”
Bestimmt sechs Mal hat sie Jackson live gesehen. Ihr erstes Konzert war 1999 in München, zweimal war sie dabei, als er in London auftrat, einmal flog sie nach New York. Hinterhergeflogen, wie es verrückte Fans tun, ist sie nie.
Nach dem Tod des Superstars bleiben ihr die Platten und DVDs, die vielen Bilder und Poster. Was sie vor allem an Michael Jackson begeistert? „Das Charisma. Das haut den stärksten Mann um.”
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