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Klever Hotelbranche hat es schwer

22.01.2015 | 22:00 Uhr
Klever Hotelbranche hat es schwer
Rilano Hotel Kleve.Foto: Heinz Holzbach

Kleve.   93 232 Übernachtungen in Kleve im vergangenen Jahr. Erneut ein leichtes Minus gegenüber dem Vorjahr. Aufenthalt dauert durchschnittlich zwischen zwei und vier Tage. Ferienwohnungen werden immer beliebter

Wer verreist, freut sich auf Sehenswürdigkeiten und erlebnisreiche Tage. Für den Aufenthalt wünscht sich der Reisende eine schöne Unterkunft und wohl auch ein gutes Essen. Im vergangenen Jahr nutzten Touristen, aber auch Geschäftsleute insgesamt 93 232 Mal die in Kleve angebotenen Übernachtungsmöglichkeiten.

Zimmer hochwertig ausgestattet

Diese Zahl ermittelte das Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung NRW für den Zeitraum von Januar bis November 2014. Ein leichtes Minus von 1,2 Prozent, wie Martina Gellert feststellt, die beim Klever Stadtmarketing für die touristische Vermarktung zuständig ist. Allerdings entsprechen die Übernachtungszahlen nicht den tatsächlichen in Kleve, weil zu den 700 angebotenen Hotelbetten noch solche in den rund 70 Ferienwohnungen und private Zimmer hinzukommen. „Diese sind gegenüber dem Landesamt nicht meldepflichtig,“ erklärt Gellert. Monatlich gemeldet werde erst ab neun Betten. Übernachtet, so Gellert, werde außerdem noch auf den drei Reisemobilstellplätzen im Stadtgebiet. „Auch darüber erhalten wir keine vollständigen Informationen.“

Beobachtet hat man beim Stadtmarketing allerdings in den vergangenen Jahren einen Trend: Die Zahl der privaten Unterkünfte steigt stetig an. „Gut alle vier Wochen melden sich Betreiber neuer Ferienwohnungen an“, sagt Gellert. Weil Wohnungen und Zimmer in der Regel hochwertig ausgestattet und günstiger seien, steige auch das Interesse von Reisenden sich dort einzubuchen. Was sich wohl auch durch die Preise für ein Hotelzimmer erklärt. So kostet ein Doppelzimmer mit Frühstück im Hotel Zur Post ab 70 Euro. Im neuen Vier-Sterne-Hotel The Rilano Cleve City liegt der Preis bei ab 104 Euro, eine Suite kostet 124 Euro.

Das seit Jahren stetige Minus bei den Übernachtungszahlen hat nach Ansicht von Martina Gellert auch dort seine Ursache. „Die hohe Qualität der privaten Unterkünfte überzeugt viele Reisende.“ Schon länger merkt man in Kleve außerdem, dass es das Hotel Schweizerhaus nicht mehr gibt. „Die überwiegend aus Kegelclubs bestehende Kundschaft ist der Stadt komplett verloren gegangen“, so Gellert.

Sechs Hotels im Stadtgebiet

Im Klever Stadtgebiet gibt es insgesamt sechs Hotels, eines davon ist das Akzent Hotel an der Lindenallee. Überwiegend Geschäftsleute buchen eines der 33 Zimmer. „Die Gäste bleiben zwischen zwei und vier Nächte“, weiß Beate Schmidthausen von der Hotelleitung. Mit Blick auf die vielen Baustellen in der Stadt hofft sie für das noch junge Jahr auf viele Übernachtungen von Fremdfirmen, die hier arbeiten. Und auf den Frühling, der Touristen wieder Lust auf die Schwanenstadt macht.

Claudia Gronewald

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Klever Hotelbranche hat es schwer
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2015-01-22 22:00
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