Kleve erzielt Erfolg

Die Schleuse in Brienen-Wardhausen wird noch einmal untersucht.
Die Schleuse in Brienen-Wardhausen wird noch einmal untersucht.
Foto: Kleve
Was wir bereits wissen
Die Kostenberechnungen für die Schleuse in Brienen kommen noch mal auf den Prüfstand

Kleve/Berlin..  Die Kostenberechnungen für die Schleuse in Brienen kommen noch einmal auf den Prüfstand. Dies ist das wichtigste Ergebnis eines Treffens der Klever Stadtspitze mit dem Staatssekretär des Bundesverkehrsministeriums, Michael Odenwald, der Klever Bundesbauministerin Barbara Hendricks und Vertretern der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes. Am Donnerstag trafen sich die Teilnehmer im Berliner Bundesministerium. Für die Stadt Kleve waren Bürgermeister Theodor Brauer, Kämmerer Willibrord Haas, Jürgen Rauer als Technischer Beigeordneter und Willibrord Janßen als Tiefbauamtsleiter beim Gespräch anwesend.

Schleuse wird nochmals überprüft

In einem vertrauensvollen Gespräch habe man vereinbart, dass eine neue detaillierte Kostenanalyse erstellt werden solle, da die bisherige Kostenstruktur lediglich einen groben Rahmen abgedeckt habe, schreibt die Stadt in einer Presseerklärung. Hierzu bedürfe es einer erneuten Untersuchung der Schleuse mit einer konkreten Schadensauflistung. Die Klever Delegation habe dem Staatssekretär Odenwald vermitteln können, welches historische und denkmalwürdige Ensemble der Spoykanal mit der ältesten deutschen Schleuse darstellt. Auch das bereits bekannte Marketingkonzept wurde nochmals thematisiert. Der Staatssekretär wird vor diesem Hintergrund die Schließung der Schleuse noch einmal neu bewerten. Nach Fertigstellung der neuen Kostenanalyse werden weitere Gespräche vereinbart.

Kämmerer Willibrord Haas sagte auf NRZ-Anfrage, dass die Kostenschätzung jetzt nicht auf die lange Bank geschoben werden soll. Auch seitens des Ministeriums sei man an einer zügigen Lösung interessiert. Über die Finanzierung der denkmalgeschützten Schleuse seien einige Modelle besprochen worden. Das Thema Bundeswasserstraße Altrhein habe man noch nicht thematisiert. Dies werde in einem späteren Schritt erfolgen.

Älteste Wasserstraße Deutschlands

Bundesbauminsterin Barbara Hendricks erläuterte gestern im Gespräch mit der NRZ, dass man für die Briener Schleuse auch eine kostengünstigere Variante hinbekommen könne. „Die Schleuse soll künftig nur noch für den Wassertourismus zur Verfügung stehen. Da kann man auch über eine automatisierte Schleuse nachdenken“, so Hendricks. Bezüglich der Kosten sagte sie, dass der Bund bei einer Übertragung der Schleuse und des Spoykanals 50 Prozent übernehmen werde. Da sowohl Schleuse als auch Kanal denkmalgeschützt sind, könne es auch möglicherweise Fördermittel aus ihrem Ministerium geben. Hendricks hatte den Eindruck, dass der Staatssekretär seine Verantwortung für die Sanierung der Schleuse einsieht.