Kläranlage in Hönnepel macht Plus

Das vor zwei Jahren modernisierte Faulbecken der Kläranlage in Hönnepel in Betrieb.
Das vor zwei Jahren modernisierte Faulbecken der Kläranlage in Hönnepel in Betrieb.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Wirtschaftsprüfer zog im Betriebsausschuss des Abwasserbehandlungsverbandes für 2014 eine positive Bilanz. Weiterer Schuldenabbau, hohe Eigenkapital-Quote

Kalkar/Rees..  Trotz weiter gesunkener Mengen an Regen- und Schmutzwasser, was bekanntlich dem Wegfall von gewerblichen Einleitern in Kehrum geschuldet ist: Der Abwasserbehandlungsverband Kalkar-Rees hat das Wirtschaftsjahr 2014 mit einem positiven Betriebsergebnis von 232 000 Euro abgeschlossen. Darüber informierte jetzt der zuständige Wirtschaftsprüfer den Betriebsausschuss auf seiner jüngsten Sitzung im Betriebsgebäude der Kläranlage in Hönnepel.

Zufrieden sein konnte das Gremium eigentlich in allen Punkten. So hatte sich der Umsatz des Verbandes im Vergleich zu 2013 um 90 000 Euro erhöht, die Schulden wurden um 200 000 Euro auf jetzt 1,3 Millionen Euro verringert.

Leicht angehoben wurde indes die Verbandsumlage, erstmals seit 1995, wie Betriebsleiter Heinz Arntz betonte. Kalkar muss jetzt 812.839 Euro zahlen, Rees etwas über eine Million. Dank der hohen Eigenkapital-Quote des Verbandes, die 67,5 Prozent betrage, so Arntz, (bei Wirtschafts-Unternehmen liegt sie im Schnitt bei 30 Prozent), flossen wegen der Verzinsung 120 000 Euro nach Kalkar zurück, etwa 109 000 Euro bekam Rees überwiesen.

Gut angelaufen, betonte Heinz Arntz, sei auch das neue Geschäftsjahr. Dank starker Winde lägen die Erlöse durch die Windkraftanlage sogar deutlich über den Erwartungen – entsprechend weniger Kosten fielen für Strom an, weil durch die Anlage und das Blockheizkraftwerk mehr Energie produziert worden sei.

Weil eine Mitarbeiterin im Rathaus Xanten wegen Krankheit länger ausgefallen war, so die Begründung, verzögere sich die Fertigstellung der Druckrohrleitung von Xanten nach Hönnepel. Der Anschluss soll jetzt Ende des Jahres erfolgen. Das Schmutzwasser aus Xanten wird etwa zehn Prozent des Umsatzes der Kläranlage ausmachen.

Drei Leitungen unter dem Rhein

Fest steht der Termin für das nächste „Beet-Fest“ am Klärwerk, bei dem es Gegrilltes und Getränke geben wird. Nachbarn und interessierte Bürger können sich am 21. August die Anlage anschauen.

Der Zustand des Dükers, also der Druckrohrleitung unter Vater Rhein, sei in Ordnung, betonte Heinz Arntz auf Anfrage eines Ausschuss-Mitgliedes. Die Leitung werde einmal pro Jahr auf ihre Dichtigkeit hin überprüft.

Im Übrigen, erklärte der Betriebsleiter, gebe es sogar drei Leitungen: Eine, die in Betrieb sei, eine zweite für den Fall, dass die erste repariert werden muss – und eine dritte als stille Reserve.